Welche Frau traut sich noch alleine in die U6?

Die Häupl-Stadt Wien verkommt immer mehr zur Gewalt-Metropole. Solche Sätze sind in diversen Internet-Foren zu lesen, nachdem Einbrüche, Raubüberfälle und Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind. Zuletzt ist die U-Bahnlinie U6 in den Fokus geraten, weil gleich zweimal hintereinander Frauen zu Opfern von Gewalttätern wurden.

Die Vergewaltigung in einem menschenleeren Zug im Bereich zwischen Alt Erlaa und Längenfeldgasse hat alle geschockt. Vor allem die Tatsache, dass der Täter zur Verkehrsspitze um 18 Uhr unbeobachtet von Fahrgästen zuschlagen konnte, bleibt ein Rätsel. Laut Erklärung der Wiener Linien war dies möglich, weil die Züge nicht im Fahrplantakt unterwegs waren, sondern praktisch zur gleichen Zeit in die Station Alt Erlaa einfuhren. Die Fahrgäste stiegen daher alle in den ersten Zug ein.

Ein paar Tage später dann der nächste Vorfall: Eine 39-jährige Frau wurde niedergeschlagen, nachdem sie sich für ein von Burschen belästigtes Mädchen eingesetzt hatte. Die 20 bis 25 Jahre alten Männer, die – so die Medien – perfektes Deutsch sprachen und angeblich ausländischer Herkunft sein sollen, flüchteten bei der Station in Richtung „Am Schöpfwerk-Siedlung“.

Wiener Linien geben "gute Tipps"

Wie reagierten die Wiener Linien auf diese Vorfälle? Sie appellierten an die Fahrgäste, die Notrufeinrichtungen zu benützen. Das muss man sich in der Praxis einmal vorstellen. Als die 23-jährige Frau mehrere Stationen lang vergewaltigt wurde, hat sie der Täter zuvor brutal niedergeprügelt. Wie hätte dieses arme Frau die Notrufeinrichtung betätigen sollen? „Gute“ Tipps und Videoüberwachungen sind einfach zu wenig, um den Fahrgästen in der Linie U6 genügend Sicherheit zu bieten.

Welche Frau traut sich spätabends noch allein in die U6? Die billigeren Jahrestickets sind schön und gut, doch was nützen sie, wenn das U-Bahnfahren in Wien zur Lebensgefahr wird? Die Toleranzgrenze wurde von den Politikern dieser Stadt schon längst überschritten, mehr noch, das Tolerieren von Fahrgästen, die sich daneben benehmen, führte schnurstracks in die Gemeingefährlichkeit. Es gibt kaum Kontrollen, was das Schwarzfahren anbelangt, und Polizei sieht man in den Zügen sowieso nicht.

Bei der Strecke der U-Bahnlinie 6 kommt noch hinzu, dass sich entlang dieser Linienführung die Drogenszene entwickelt hat. Dealer werden zwar von aufmerksamen Fahrgästen wahrgenommen, von der Exekutive aber offenbar nicht. Und entlang des Gürtels, wo die U6 fährt und wo eben viele „sozial benachteiligte“ Ausländer wohnen, steigen naturgemäß Leute ein, mit denen man nicht unbedingt auf einen Kaffee gehen möchte. Die Politik in Wien reagiert trotzdem nicht, tut nichts, um die Sicherheit zu erhöhen. Und die Wiener Linien empfehlen, die Notrufeinrichtungen zu betätigen. Die Opfer dieser Politik sind vor allem die Frauen dieser Stadt.

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