Dörfler: “Mich würden sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen”

Was wäre passiert, wenn der aktuelle Finanzskandal aus Salzburg in Kärnten stattgefunden hätte? Dieses angenommene Szenario beschrieb der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) in seiner Bilanzpressekonferenz mit deftigen Worten. “Da würden über der Landesregierung fünf Abfangjäger kreisen und ein Black Hawk über dem Landtag”, sagte Dörfler.

Weiters würde die “ZiB” aus einem “Sonderstudio in der Portierloge” berichten und “ich würde am nächsten Tag am Scheiterhaufen verbrannt werden”. Dörfler, einmal mit lächerlichen Vorwürfen wegen eines Inserates in einer Bauzeitung schwer unter Medienbeschuss, hielt der versammelten einmal einen Spiegel vor. Tatsächlich ist schwer vorstellbar, dass die zumeist am Gängelband der Regierung hängenden Journalisten bei Dörfler ähnlich zurückhaltend reagiert hätten wie bei der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), die nicht zurücktreten musste und mit dem angekündigten Rückzug ihres Finanzreferenten David Brenner (SPÖ) ein Bauernopfer fand. Wäre das Gleiche in Kärnten passiert, gäbe es wohl täglich mediale Rücktrittsaufforderungen Richtung Landeshauptmann.

Positive Jahresbilanz des Landeshauptmannes

Dass Kärnten nicht Salzburg werden darf und auch nicht wird, das zeigte die positive Bilanz von Gerhard Dörflers Jahresrückblick. Als “Landesvater” gelang ihm trotz eines turbulenten Jahres auf parteipolitischer Ebene die vereinbarte Asylquote mit dem Bund zu erfüllen. Die Quartiere würden funktionieren, im kommenden Jahr soll noch ein Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylwerber in Oberkärnten eingerichtet werden. Bei den internationalen Kontakten sieht der Mann, der die Ortstafelfrage souverän löste, Erfolge. Die Beziehungen zu Oberitalien und Slowenien seien weiter verbessert worden. Auch bei der Verkehrsinfrastruktur habe es entscheidende Verbesserungen gegeben. Höhepunkt des Jahres war für Dörfler der Besuch des Dalai Lama im Mai in Kärnten.

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