Asyl-Camp: Heuchler haben Hochsaison

Kardinal Christoph Schönborn hat die Asylsuchenden, die seit rund einem Monat – teils im Hungerstreik – in der kalten Votivkirche ausharren, besucht. Die Sorge um die Not der Menschen sei Kernauftrag des Evangeliums, betonte der Kardinal, der mit dieser Aktion Gehör bei der Politik finden wolle. Kritiker bezeichnen das Verhalten von Schönborn als „heuchlerisch“, ginge es den Protestierenden doch nur um eines: ein Bleiberecht für alle Asylsuchenden zu bewirken.

Wer die rund 40 Asylwerber auf dem Matratzenlager gleich links beim Eingang in die Votivkirche besuchte, dem sprang sofort ein großes Plakat mit der Aufschrift „Bleiberecht für alle“ ins Auge. Das ist es, was die Drahtzieher des Camps, das zuvor im Sigmund-Freud-Park illegal errichtet wurde, und die von den Linken instrumentalisierten Pakistani, die in der Votivkirche streiken, wirklich wollen: ein Bleiberecht für alle.

"Bleiberecht für alle" gibt es nicht

Wenn sich Kardinal Schönborn also mit schönen Sätzen wie „Es war ein Besuch bei Menschen in Bedrängnis“ schmückt, um in der Öffentlichkeit als Gutmensch dazustehen, dann sollte er auch ganz offen sagen, dass er die Forderung der "Bleiberecht für alle"-Befürworter unterstützt. Das sagt er aber nicht. Stattdessen redet er von Verbesserungsvorschlägen die Asylwerber betreffend. Doch die Verbesserungen stünden bereit. wenn es die Besetzer der Kirche nicht nach wie vor ablehnen würden, in ein von der Caritas bereit gestelltes, beheiztes Quartier zu übersiedeln. Warum wohl? Weil dann das normale Asylverfahren, bei dem sich die österreichischen Beamten an die geltenden Gesetze halten müssen, weiterläuft. Und im Gesetz gibt es den Paragraphen nicht, dass alle Asylwerber, die nach Österreich kommen, hier auch bleiben dürfen.

Gutmenschen geben Hoffnung

Das ist allen Beteiligten klar. Auch Schönborn weiß das. Dennoch wird den Betroffenen durch den Besuch des Kardinals Hoffnung gemacht, dass die Politik Mitleid zeigen und alle 40 Asylwerber, die so tapfer in der kalten Kirche ausharren, ohne Wenn und Aber einbürgern könnte. Statt die Wahrheit zu sagen, dass dies nicht möglich ist, geht die Heuchelei der Gutmenschen weiter. Caritas-Präsident Franz Küberl appellierte laut Kathpress an die Politik, im Sinne einer Lösung „vernünftige Formen des direkten Kontakts“ mit den Betroffenen aufzunehmen. Es sei Aufgabe der Regierung, eine „politisch und menschlich kluge Entschärfung für die Situation der Flüchtlinge in der Votivkirche und damit ein Grundmaß an Lebensperspektive anzubieten“.

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