158.000 Euro für dubiose Afrika-Plattform

Unter allen möglichen Ansätzen versuchen sogenannte Nichtregierungsorganisationen (NGO), dem österreichischen Steuerzahler das Geld aus der Tasche zu ziehen, zum Beispiel dem ÖVP-geführten Außenministerium. In den Jahren 2006 bis 2011 hat das Außenamt in die Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa mehr als 200 Millionen Euro investiert. Aber auch in Österreich hat man die „Spendierhosen“ an, wie die großzügige Unterstützung der Afrika-Vernetzungsplattform beweist.

Nicht weniger als 158.000 Euro lukrierte diese Vereiningung von Michael Spindeleggers Außenamt. Investiert wird dieses Geld in belehrende Propaganda, die Österreich beispielsweise institutionalisierten Rassismus vorwirft, etwa in die Plakataktion „Mut zum Wandel!“. Unter diesem Motto wurde im Oktober 2012 eine buntgewandete Afrikanerin präsentiert, und zwar als „Dr. Chioma Brückenbauer, Bundeskanzlerin der Republik Österreich 2013“. Über der fiktiven Faymann-Nachfolgerin prangt das Logo der „Afrika Vernetzungsplattform (AVP)“.

Afrika-Organisation beklagt Diskriminierung und Rassismus

Die AVP hat laut Vereinsstatuten den Zweck, für ein „besseres Verständnis für die Lebenswelt von AfrikanerInnen in Österreich“ zu sorgen, die afrikanischen „Communities“ in Österreich zu vernetzen und „Bewusstsein für den Reichtum des Kontinents und für das Potential der in Österreich lebenden AfrikanerInnen zu schaffen.“ Die Plakatkampagne, die im Oktober 2012 lief, wird auf der AVP-Webseite so erklärt:

Kein anderer Kontinent wird derart mit Krisen, Katastrophen und Konflikten in Verbindung gebracht, wie Afrika. In Österreich leben ca. 42.000 AfrikanerInnen und sind somit eine klare Minderheit, sowohl innerhalb der österreichischen ImmigrantInnenszene als auch in der Mehrheitsgesellschaft. Diskriminierung von MigrantInnen aus afrikanischen Ländern steht auf der Tagesordnung, nicht zuletzt auf Grund ihrer Hautfarbe. Diskriminierung und rassistisch bedingte Angriffe gegenüber Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind institutionalisiert. Diese Institutionalisierung von Rassismus kann auch durch die Tatsache erklärt werden, dass kaum AfroösterreicherInnen in wichtigen und sichtbaren öffentlichen Stellen tätig sind, obwohl sie meist ein hohes Ausbildungsniveau vorweisen können.

Das österreichische Afrika-Bild sei generell falsch. Der afrikanische Kontinent stünde viel besser da als der amerikanische und Angola helfe sogar Portugal. Eine „Informationsumkehr“ sei notwendig, daher wolle man mit dieser Plakataktion „eine nationale Debatte einschalten“. Und weiter: „Österreich bzw. Europa kann von Afrika vieles lernen. In Österreich lebende AfrikanerInnen müssen als BrückenbauerInnen wahrgenommen werden, so können alle von ihrer Anwesenheit profitieren.“ Abschließend wird festgehalten: „Man muss den Afrikaner-Innen nur das Wort geben und ihnen zuhören und nicht für sie sprechen.“

Spindelegger hält Kampagne für „toleranzfördernd“

Michael Spindelegger kann mit der vorwurfsbeladenen Kampagne gegen Österreich uns seine Bürger, wie es scheint, gut leben. Inder Anfrragebeantwortung an die FPÖ-Angeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein lobt er die Plakatserie, denn sie zeige „positive Gegenbilder zu Afrika-Klischees und Stereotypen. Ich stehe toleranzfördernden Kampagnen positiv gegenüber.

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