Lokalaugenschein: Urinieren Besetzer in die Votivkirche?

Über die Besetzung der Wiener Votivkirche durch Asylanten und deren Helfer ist bisher wenig bekannt geworden, das als objektiver Bericht taugen würde. In der Kirche halten sich fast nur die Besetzer sowie deren Sympathisanten aus. In den Medien nehmen sich jene Journalisten des Themas an, die schon davor als „linksbewegt“ galten. Erzeugt wird das Bild von engagierten Menschen, die um ihre Chance in Österreich kämpfen, die arbeiten und sich bilden wollen.

„Saustall“ in der Kirche, aber niemand da

Schon ein Besuch von Unzensuriert.at vor Weihnachten konnte diesen Eindruck nicht bestätigen. Selbst der Caritas-Betreuerin vor Ort klar, dass hier Menschen „von den Linken aufgestachelt“ würden. Von den Kirchenbesuchern schlugen den Besetzern Unverständnis und Ablehnung entgegen. Die Schilderung, die der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Angewandte Politische Ökonomie, Christian Zeitz, von einem Lokalaugenschein noch vor der Räumung des Asylcamps im Sigmund-Freud-Park gibt, legt nun einen überaus respektlosen Umgang mit der Kirche nahe – ob durch Asylwerber oder deren linksextreme Unterstützer, bleibt offen – und lässt vermuten, dass die Anstrengungen der Asylanten – von Hungerstreik bis Übernachtung in der kalten Kirche – zumindest teilweise vorgetäuscht sind. Zeitz beschreibt seine Eindrücke so:

Ankunft um 23.00 Uhr. Unmittelbar vor dem Kircheneingang: Ein kleines Zelt, Tische, Poster, Banner, einige Demonstrationsutensilien. Beim Eintritt in die Kirche: Penetranter Uringestank in der hinteren Ecke rechts, helle Erleuchtung des hinteren Trakts, auf der linken Seite des hinteren Kirchendrittels eine rund hundertfünfzig Quadratmeter große Lagerstätte, die eher einer Mülldeponie gleicht; durcheinandergewürfelte Matratzen, Decken, Schlafsäcke, Heizlüfter, leere Plastikbecher, kleine Lautsprecher mit Kabeln, Sesseln, dazwischen halbzerknitterte, schlampig beschriebene Papierfetzen mit „Wir sind Maria und Josef“, „David war Asylwerber oder Flüchtling“, „Auch Jesus war Asylsuchender“, davor eine Gruppe verächtlich lieblos hingestellter, kleiner Krippenfiguren mit ausgebrannten Kerzen drum herum, und ganz hinten die demagogische, linke Motivations-Parole „By the People, for the People, Deportation?“. Also ein Saustall, der an den zurückgelassenen Mist des samstägigen Flohmarkts hinter dem Naschmarkt erinnert. Arg respektlos gegenüber gläubigen Katholiken.

Dann die große Überraschung: Die gesamte Lagerstätte ist vollkommen leer. Kein einziger „Asylant“ in den künstlich ausgestopften Schlafsäcken oder Behelfszelten, überhaupt kein Mensch in der Kirche, die in gespenstischer Stille sich völlig selbst überlassen ist. Geschockt gehen wir zum Auto zurück, holen eine Kamera, um die Abwesenheit der angeblich frierenden Hilfsbedürftigen zu dokumentieren. Wieder zurück im Gotteshaus werden wir von vier mittlerweile aus dem gegenüberliegenden Camp im Votivpark herbeigeeilten Personen – zwei Mädchen und zwei jüngeren Männern – empfangen, die von uns eine Rechtfertigung für unseren nächtlichen Besuch einfordern.

Alle vier stellen sich als Mitarbeiter der Caritas vor, sind in betretener Abwehrhaltung, sehen es gar nicht gern, dass hier unangemeldeter Besuch kommt. Die Frage, wo denn die verzweifelten Flüchtlinge sind, können oder wollen sie nicht beantworten. Sie würden gerade beraten, ob sie das Angebot der Caritas und anderer Einrichtungen zum sofortigen Bezug beheizter Quartiere anzunehmen bereit sind oder nicht. Diese Beratung würde bereits seit Mittag andauern. [.]

Unser Lokalaugenschein verlegt sich zum Protest-Camp in den gegenüber liegenden Park. Mehr als ein halbes Dutzend Zelte unterschiedlicher Größen, ein Traktor, ein Bus mit deutschem Kennzeichen, ein Küchenwaggon, ein Punsch-Stand, mehrere Feuerstellen. In der Mitte ein beheiztes Mannschaftszelt, in dem ausgelassene Stimmung herrscht, es wird gegessen und getrunken. Ein Banner „lesbians welcome“. In den kleinen (2-Mann-)Zelten ebenfalls kein Mensch. Auch hier scheint niemand zu schlafen. Auf den Trampelpfaden treffen wir die eine oder andere dunkle Gestalt – möglicherweise „Menschen mit Migrationshintergrund“.

Vorschläge für ein neues Asylrecht

Den überaus lesenswerten gesamten Artikel von Christian Zeitz unter dem Titel „Asylbetrug und Gesellschaftszerstörung“ hat Andreas Unterberger als Gastkommentar zu seinem Tagebuch veröffentlicht. Zeitz schreibt darin über Drahtzieher und politische Forderungen der Protestierer und über den mangelnden Mut der Kirche und der Politik. Zudem macht er Vorschläge für wesentliche Verbesserungen im Asylrecht.

? Christian Zeitz: Asylbetrug und Gesellschaftszerstörung

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