In eigener Sache: Unzensuriert und Martin Graf

Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf ist, wenn man Medien glauben darf, der mit Abstand eifrigste Politiker Österreichs. Tag für Tag schreibt er im Schnitt sechs Artikel, die in der Internet-Zeitung Unzensuriert.at veröffentlicht werden. Denn wann immer jemandem ein Artikel hier sauer aufstößt, wird Graf dafür nicht bloß verantwortlich gemacht, sondern zum Teil sogar als Verfasser des betreffenden Berichts bezeichnet.

Zuletzt geschah dies beispielsweise, als in einem Unzensuriert-Artikel Kritik an Kardinal Schönborn wegen seines Besuchs bei den Besetzern der Votivkirchen geübt wurde. Krone-Schreiber Claus Pándi behauptete, Graf selbst habe dies auf „seiner Homepage“ geschrieben – am Vormittag des 1. Jänner. Am Dreikönigstag soll der Dritte Nationalratspräsident wieder in die Tasten gegriffen haben, um auf die Intervention des ORF-Sportreporters Ernst Hausleitner aufmerksam zu machen, der im Zuge des Ski-Weltcups in Agram (Zagreb) von der Polizei angehalten worden war. Heute war sich sicher: „Graf bezichtigt ORF-Mann des Amtsmissbrauchs“.

Graf ist weder Herausgeber noch Redakteur

Tatsache ist, dass Unzensuriert.at von der „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“ herausgeben wird, an der Martin Graf nicht beteiligt ist. Er ist auch kein Mitglied der Redaktion, die mittlerweile jedoch einen beachtlichen Kreis an – ehrenamtlichen – Journalisten umfasst. Wenn Graf selbst einen Kommentar schreibt, so ist dieser namentlich gekennzeichnet. Und wenn er den Unzensuriert-Lesern für die Weihnachtsgrüße dankt und ihnen ein frohes Neues Jahr wünscht, dann schaltet er dafür ein Inserat und bezahlt den vorgesehenen Preis.

Apropos Inserat: Gerade in jenen Medien, die offenbar nicht in der Lage sind, das Unzensuriert-Impressum sinnerfassend zu lesen, erscheinen jede Menge Regierungsinserate. Der Logik der Krone– und Heute-Journalisten folgend, sind dann wohl Werner Faymann bzw. Michael Häupl die Verfasser sämtlicher Artikel in diesen Blättern. Womit sie noch eifrigere Politiker wären als Martin Graf.

Bewusste Falschdarstellungen sollen Graf und Unzensuriert diskreditieren

Dass Martin Graf viel Werbung für die hier erscheinenden Artikel macht, ehrt uns. Die Falschdarstellungen in den Medien freilich verfolgen ein klares Ziel. Einerseits sollen „Skandale“ gegen den vielen Journalisten unangenehmen Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf herbeigeschrieben werden, andererseits soll Unzensuriert.at als mittlerweile weit verbreitetes kritisches Medium diskreditiert und auf das Verlautbarungsorgan eines einzigen Politikers reduziert werden. Dagegen wehren wir uns – unter anderem indem wir der selbstherrlichen Journalistenzunft in den durch Staat und Regierung subventionierten Medien genau auf die Finger schauen.

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