Wien-Josefstadt: Ausländeranteil im Gefängnis bei 70 Prozent

Ausländer verüben nicht mehr Straftaten als Inländer, wird der Bevölkerung ständig weisgemacht. In einem Kurier-Artikel hat jetzt aber der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft, Albin Simma, nicht nur über zum Bersten volle Gefängnisse geklagt, sondern dabei auch verraten, dass in der Justizanstalt Wien-Josefstadt 70 Prozent der Gefangenen Ausländer sind.

Tägliche Übergriffe belasten die Beamten der Justizwache immer mehr. Für den Gewerkschafter Albin Simma ist die Ursache für die Aggressivität der Häftlinge klar auszumachen. Es sei nicht weiter verwunderlich, dass in einem Gefängnis mit 1300 Insassen, das für 900 Personen konzipiert ist, kriminelle Energien enormen Zündstoff in sich bergen würden. Simma prangert dabei die Justizanstalt Josefstadt an, wo das Wachpersonal die angespannte Lage Tag für Tag am eigenen Leib zu spüren bekomme.

“Wie ein Druckkochtopf”

Die Justizanstalt Josefstadt ist das größte Gefangenenhaus Österreich und platzt doch aus allen Nähten. Die Fluktuation ist gewaltig. Durch den Überbelag müssen Zellen mit weit mehr Insassen belegt werden als vorgesehen. “Der Ausländeranteil liegt bei 70 Prozent. Es treffen verschiedene Nationalitäten und Religionen aufeinander. Das ist wie ein Druckkochtopf. Es gibt permanent tätliche Angriffe”, sagt der Gewerkschafts-Vorsitzende.

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