Kronen Zeitung: 85,7 Prozent trauen Regierung Heeresreform nicht zu

Die Regierung hat sich mit der Volksbefragung über die Wehrpflicht wohl selbst einen größeren Imageschaden zugefügt, als es SPÖ und ÖVP wahrhaben wollen. Bei einer Kurier-Umfrage will eine deutliche Mehrheit den Rücktritt von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ). Und die Kronen Zeitung lässt ihre Leser darüber abstimmen, ob sie glauben, dass die Regierung eine Reform des Heeres zustande bringt. Auch hier ist das Ergebnis eindeutig: 85,1 Prozent sagen, dass die Regierung es nicht schafft (Stand: 22. Jänner 2013, 21 Uhr).

Geht nun auch die Kronen Zeitung auf Distanz zu Darabos und zur Regierung? Das ist nicht zu erwarten, denn dann hinge bei Redakteur Claus Pándi, dessen Frau ja in der Pressestelle von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) untergekommen ist, wohl der Haussegen schief. Auch Pándi musste nach dem eindeutigen Ergebnis der Volksbefragung zur Kenntnis nehmen, dass die veröffentlichte Meinung nicht zwingend auch die öffentliche Meinung ist. Außerdem war diese Kampagne der Kronen Zeitung für ein Berufsheer, wie es Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid in einer Puls-4-Talk-Sendung ausdrückte, „handwerklich einfach schlecht gemacht“. Unter Hans Dichand und „Staberl“ Richard Nimmerrichter wäre diese Peinlichkeit nicht passiert. Die beiden hätten das Ohr näher beim Volk gehabt als ein von der roten Partei geblendeter Pándi.

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