Ex-Finanzminister Edlinger führt Rapid ins finanzielle Desaster

Lieber lasse er seinen Hund auf die Knackwurst aufpassen als die ÖVP aufs Geld, sagte der damalige SPÖ-Finanzminister Rudolf Edlinger und machte so den Weg frei für die schwarz-blaue Koalition. Jetzt, als Rapid-Präsident, holt ihn dieser flockige Spruch aus dem Jahr 2000 ein, weil Edlinger mit Geld offenbar auch nicht umgehen kann. Denn laut Zahlen des Kreditschutzverbandes, die das Internetportal 90minuten.at veröffentlichte, machte ausgerechnet der Rekordmeister mit 3,3 Millionen Euro das größte Minus unter den Bundesligavereinen.

Die Fans des traditionellen Fußballklubs in Hütteldorf sind schon länger sauer auf ihren Präsidenten. Sie verstehen nicht, warum ihr Verein in derartige finanzielle Not geraten konnte. Rapid hat die meisten Besucher in der Bundesliga, mit Wien-Energie einen finanziell potenten Sponsor, kassierte bei Spielertransfers und durch die Teilnahme in der Europa League Millionen. Wohin diese flossen, darüber machen sich die Anhänger schon lange Gedanken. Dazu kommt noch, dass das Hanappi-Stadion so kaputt ist, dass sogar ein Abriss droht.

Ausgerechnt die Austria macht vor, wie es geht

Nach dem Kassasturz ist nun Feuer am Dach. Rapid-Manager Werner Kuhn begründete die Verluste mit dem Verpassen des Europacups in der vorigen Saison. „Diese bittere Pille mussten wir schlucken, obwohl wir im Vergleich zur Saison 2010/11 die Einnahmen aus dem nationalen Bewerb deutlich steigern konnten und schon in der laufenden Spielzeit auf einem guten Weg sind, das negative Eigenkapital (Anm: 1,8 Mio. Euro) zu reduzieren“, wird Kuhn in der Tageszeitung Österreich zitiert.  Zum Wundern ist die schlechte Finanzlage des Klubs dennoch. Denn ausgerechnet der Stadtrivale Austria Wien erwirtschaftete ein Plus von 2,05 Millionen Euro. Mit ein Grund für diesen Erfolg könnte die Ausgabenpolitik der Veilchen sein. Während Austria nämlich rund 44 Prozent des Umsatzes für das Personal ausgibt, sind es bei Rapid unglaubliche 70 Prozent.

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