Radikale Islamisten zündeten arabische Bibliothek in Timbuktu an

Mit einer Welle der Verwüstung überzogen die radikalen Islamisten Timbuktu, bevor sie es vor den herannahenden französischen Hilfstruppen räumen mussten. Bereits in den vergangenen Monaten hatten die islamistischen Rebellen in der malischen Stadt Timbuktu viele antike Moscheen und Mausoleen aus religiösem Fanatismus zerstört. Einst waren diese Kulturdenkmäler zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden. Auf ihrem Rückzug haben die Islamisten nun auch eine Bibliothek mit tausenden Manuskripten aus Hass angezündet.

Mehr als 20.000 Manuskripte befanden sich bis vor wenigen Tagen im Gebäude des Ahmed-Baba-Instituts. Viele Handschriften reichten bis ins 13. Jahrhundert zurück. Nun wurden sie binnen weniger Stunden ein völliger Raub der Flammen. Die Achmed-Baba-Bibliothek war Teil der Universität und erst vor vier Jahren eröffnet worden. Ihr Bau hatte mehrere Millionen Euro gekostet. Nun wurde die rund ein dreiviertel Jahr lang dauernde Besatzung durch islamistische Milizen mit der Vernichtung dieses wertvollen Kulturerbes beendet.

Malische und französische Truppen durchkämmen Timbuktu

Obwohl der Großteil der islamistischen Rebellen Timbuktu verlassen haben soll, trauen die malischen und französischen Truppen der nun herrschenden Ruhe nicht. Sie sind nun daran gegangen, die Wüstenstadt Straße um Straße zu durchstreifen. Sprengfallen mit Zeitzünder und Heckenschützen können immer noch auch die Rückeroberer lauern. Nur langsam kehrt Normalität in der Stadt ein, noch vor wenigen Tagen verübten die zurückweichenden Islamisten Gräueltaten an den Einwohnern.

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