Hohe Gagen und wenig Transparenz bei öffentlichen Managergehältern

Hohe Gagen und wenig Transparenz herrschen bei Managergehältern der öffentlichen Hand. Dies belegt ein im Nationalrat diskutierter Rechnungshofbericht. Es wurden 232 Verträge von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern in Unternehmen im Eigentum des Bundes, der Länder und Gemeinden unter die Lupe genommen. Eines wird dabei belegt: Rote und schwarze Manager haben es sich gemeinsam mit ihren großkoalitionären Eigentümervertretern gerichtet.

Millionengehälter beim Management staatlicher Unternehmen

Das Ranking der zehn höchsten Managervergütungen je Unternehmen reicht von 3,2 Millionen Euro bis 842.000 Euro. Im Ranking der zehn höchsten jährlichen Durchschnittsvergütungen je Manager verlief die Kurve von 745.000 bis 350.000 Euro.  Bei 57 staatlichen Managern überstiegen die Gesamtjahresbezüge den Bezug eines Bundesministers bzw. des jeweiligen Landeshauptmannes. Die Ha?lfte der Vorstandsmitglieder bzw. Gescha?ftsfu?hrer der 232 in der aktuellen Gebarungspru?fung einbezogenen o?ffentlichen Unternehmen verdienten im Jahresdurchschnitt zumindest 166.300 Euro. Rund 50 Prozent der 472 untersuchten Manager erhielten variable Bezugsbestandteile, wobei die zugrunde gelegten Kennzahlen oft nicht geeignet sind, einen nachhaltig wirkenden wirtschaftlichen Erfolg der Managerta?tigkeit widerzuspiegeln. Einer Veröffentlichung der Managergehälter verweigern sich rund 90 Prozent der öffentlichen Unternehmen.

FPÖ fordert Gehaltsdeckel für öffentliche Unternehmen

Im Zuge der parlamentarischen Behandlung brachte die FPÖ den Vorschlag ein, einen Gehaltsdeckel bei einem Höchstbetrag von 500.000 Euro für öffentliche Managerverträge einzuziehen. Die Koalition aus SPÖ und ÖVP lehnte diesen Reformvorschlag allerdings ab und schützt damit weiterhin ihre Parteigünstlinge. FPÖ-Rechnungshofsprecher Alois Gradauer dazu: „Während die Pensionen gekürzt werden und sich Familien aufgrund der steigenden Energiekosten  kaum noch Strom und Gas leisten können, gewähren sich die Vorstände und  Aufsichtsräte satte Gehaltserhöhungen.“ Gradauer kritiisert unter anderem den Verbund, wo ein Manager gar das Zweieinhalbfache des Bundeskanzlers verdient: 745.000 Euro jährlich. „Der Steuerzahler rettet die Banken und der Vorstandsvorsitzende der Erste Bank genehmigt sich eine Jahresgage in der Höhe von zwei Millionen  Euro. Das ist unanständig und passt alles nicht zusammen“, macht Gradauer zudem auf die enormen Gehälter im Bankbereich aufmerksam.

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