Belgischer Mädchenmörder Dutroux fordert seine Freilassung

Der vierfache belgische Kindermörder Marc Dutroux fordert seine Freilassung. Im Jahr 2004 war er vom Brüsseler Strafgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte Mitte der neunziger Jahre insgesamt sechs Mädchen entführt und vier davon getötet. Seit 1996 sitzt er dafür im Gefängnis. Damit findet sich Dutroux aber nicht ab, er möchte nach knapp 17 Jahren aus der Haft entlassen werden und für den Rest seiner Strafe eine Fußfessel tragen. Für belgische Eltern ist dies ein Albtraum, denn schon vor seinen Verbrechen Mitte der Neunziger war er als vorbestrafter Kinderschänder verurteilt und dann freigelassen worden.

Mord an vier Kindern und jungen Mädchen

Bereits 1989 war Dutroux das erste Mal wegen Entführung und Vergewaltigung minderjähriger Mädchen zu insgesamt 13 Jahren Haft verurteilt worden. Nach nur drei Jahren Gefängnis ließen ihn die belgischen Justizbehörden aber “wegen guter Führung” frei. Seine wiedergewonnene Freiheit nutzte der spätere Serientäter dazu, ein Verlies zu bauen und sich auf die Lauer nach neuen Opfern zu legen. 1995 entführte er die achtjährigen Mädchen Julie Lejeune und Melissa Russo. Im gleichen Jahr fing er die Freundinnen An Marchal (17) und Eefje Lambrecks (18). Im Sommer 1996 entführte er dann auch noch Sabine Dardenne (12) und Laetitia Delhez (13). Nur die traumatisierten Mädchen Sabine und Laetitia konnten nach einem Zugriff der Polizei wenig später befreit werden. Die Leichen der übrigen Mädchen und eine fünfte, bis heute unbekannte Leiche fand man auf einem Grundstück des Mehrfachmörders. Dutroux ließ die Mädchen einfach verhungern, nachdem er sie gequält hatte.

Dutroux bereut nicht, sondern will Freiheit

Seine Frau Michelle Martin, die als Mittäterin zu ursprünglich 30 Jahren Haft verurteilt worden war, kam bereits 2012 frei und lebt nun in einem Nonnenkloster in Südbelgien. Jetzt reklamiert auch Dutroux sein Recht, in die Gesellschaft zurückzukehren. Sein Arzt weiß diesbezüglich nichts Positives zu berichten. So soll Dutroux bis heute seine Taten nicht einsehen und auch nicht bereuen. Psychologische Untersuchungen sollen nun für die Justiz klarstellen, dass Dutroux weiterhin in Haft bleiben muss. Die Opfer werden durch das neue Verfahren ein zweites Mal gefoltert. Sie trauen der belgischen Justiz, die Dutroux schon einmal entlassen hat, nicht. Ein Opfer hat bereits eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht.

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