Brüderle will Inflationsschutz ins deutsche Grundgesetz schreiben

Die deutschen Freien Demokraten versuchen im Jahr der Bundestagswahlen, zumindest teilweise zu ihren Wurzeln zurück zu kehren. Sie möchten den Schutz der deutschen Bürger vor der Inflation ins Grundgesetz schreiben. Vor allem Rentner und Lohneinkommensbezieher seien die Opfer einer fortlaufenden Inflationsentwicklung. Hier will die FDP unter ihrem zukünftigen Parteiobmann Rainer Brüderle Stabilität schaffen.

Inflation ist Betrug am deutschen Staatsbürger

In einem Strategiepapier der FDP wird die Erinnerung an den legendären CDU-Kanzler Ludwig Erhard bemüht. Dieser hatte bereits als Wirtschaftsminister und Bundeskanzler in den fünfziger und sechziger Jahren Inflation als Betrug am deutschen Bürger dargestellt.  Er wollte bereits damals die Währungsstabilität in die Reihe der verfassungsrechtlich zu schützenden Grundrechte hineinreklamieren. Hier sei aktuell Handlungsbedarf, da einzig und allein stabiler Geldwert ökonomische Werte wie Wachstum, Beschäftigung und Eigentum schütze.

Für die FDP lautet im kommenden Bundestagswahlkampf nun offensichtlich das zentrale Thema „Geldwertstabilität als Freiheitsrecht für die Bürger.“ Die Geldwertstabilität soll in den Artikel 109 des Grundgesetzes aufgenommen werden, wo bereits das Instrument der Schuldenbremse verankert ist. Auch dem Koalitionspartner CDU/CSU hat Fraktionschef Brüderle sein politisches Thema bereits referiert. Jedoch hoffen insgeheim nicht wenige FDPler, dass die Union auf das Thema nicht aufspringt und es vielmehr zu verhindern versucht. Denn dann könnte sich für die FDP eine interessante Perspektive beim Werben um konservativ-liberale Wähler aus den Unionsparteien ergeben.

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