Der Kampf der Linken gegen das Prinzessinnen-Ideal

Fasching ist in unseren Breiten eine Zeit, in der besonders Kinder die Möglichkeit nutzen, sich in eine Rolle hineinzuversetzen, mit der sie sich identifizieren. Dem gesunden Menschenverstand scheint es deshalb natürlich und angemessen, dass Kinder idealisierte Vorstellungen ihrer Selbst als Vorbild nehmen und sich dementsprechend verhalten – die Linke sieht darin eine der vielen toxischen patriarchalen Strukturen, die um jeden Preis aufgebrochen werden müssen.

Buben sind gerne Ritter, Polizisten oder Kämpfer – Helden, kurz gesagt – während Mädchen ihre Rolle gerne in Richtung des Adels idealisieren und sich wünschen, Prinzessin zu sein. Die roten Kinderfreunde in Oberösterreich stoßen sich an dieser Ausrichtung und implizieren, die Kinder würden von sich aus an diesen stolzen Rollenbildern keinen Gefallen finden: „Spielen wie es mir gefällt – nicht nur Prinzessin oder Held“, plakatierten sie deshalb.

Standard wie üblich Speerspitze der Genderpolitik

Die unschuldigsten Wünsche von Kindern so offensichtlich als Zwang darzustellen und dagegen zu hetzen, nahm selbst der fortschrittliche Blätterwald mit Empörung auf und berichtete von der Kriegsführung der Kinderfreunde. Nur Der Standard, unermüdlicher Verfechter von Genderpolitik und Verfall der Ideale, nahm die Berichterstattung als Anlass, um einen Rundumschlag gegen all jene zu führen, die den Wunsch ihrer Tochter, Prinzessin zu sein, nicht mit pragmatischen Gegenvorschlägen quittieren: Er bezeichnet es als „fortschrittliche Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen„, einem Mädchen das Darstellen eines traditionell männlichen Berufes anstatt ihres idealistischen Vorbildes zu empfehlen, und unterstellt Kritikern, damit nicht umgehen zu können. Dass ebendiese Kritiker es vielleicht einfach nur nicht wollen, die Träume ihrer Kinder zugunsten einer kulturpolitischen Weltanschauung zu unterdrücken, kommt den Standard-Journalisten nicht in den Sinn.

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