Die Identitären: In Frankreich eine Moschee, in Wien eine Kirche

In Österreich erregen gerade neun junge Männer großes Aufsehen. Sie haben heute die Votivkirche besetzt und kritisieren ganz offen, dass sich das Land von Scheinasylanten auf der Nase herum tanzen lässt. Sie wollen daher erst dann gehen, wenn „die Scheinasylanten in einer Moschee oder abgeschoben sind“, wie sie auf ihrem Facebook-Profil „identitäre Bewegung Österreich“ verkünden. Vor der Kirche sollen sich immer mehr Linksextremisten versammeln, die mit Gewalt gegen Unterstützer der Identitären und gegen Fotografen vorgehen. Unzensuriert.at wird über den weiteren Fortgang berichten

Während die heimischen Medien auf dem falschen Fuß erwischt wurden und krampfhaft versuchen, die Identitären ohne jeden Beleg in ein rechtsextremes Eck zu verschieben, hat sich Unzensuriert mit der immer stärker werdenden Jugendbewegung bereits auseinander gesetzt. Hier ein Artikel aus dem aktuellen Unzensuriert-Magazin über die Wurzeln der Identitären und ihre Aktionen. In Frankreich besetzten sie jüngst eine Moschee, heute ist in Wien eine Kirche dran.

Eine Jugendbewegung erfasst ganz Europa

Die Islamisierung wird zunehmend zur Realität. „Die Identitären“ sind eine Strömung, die dagegen ankämpft – mit neuen und originellen Mitteln.

Wer gegen die Ausbreitung des Islam in seiner christlichen Heimat – und vor allem gegen die damit einhergehende Veränderung unseres so offenen und toleranten Rechts- und Gesellschaftssystems – aufbegehrt, wird von der selbsternannten Zivilgesellschaft gerne ins rechte Eck geschoben und als Ausländerfeind gebrandmarkt. Dies geschieht immer dann besonders kraftvoll, wenn solche traditionsbewussten Europäer sich in einer Art Gemeinschaft oder Gruppe zusammenschließen: Schnell ist von „rechtsextremen Vereinigungen“ die Rede, selbsternannte Antifaschisten zetteln Hetzjagden an, und die „Öffentlichkeit“, die meist aus den gleichgeschalteten Medien besteht, fordert ein Verbot oder zumindest ausreichend finanzierte Gegenmaßnahmen. Doch trotz ? oder gerade wegen? ? dieser gnadenlosen Unterdrückung einer jeden vom offiziellen Wege abweichenden Meinung schließen sich mehr und mehr europäische Bürger zu den verschiedensten Interessengemeinschaften zusammen.

„Bloc Identitaire“ als Mutter einer neuen Idee

Eine dieser neuen Bewegungen sieht sich unpolitisch, dafür umso aktiver und dynamischer. In Hinblick auf ihren Wunsch, ihre Heimat und die damit verbundene Tradition und Kultur deutlich zu vertreten, nennen sich die Aktivisten die „Identitären“. Ihren Ursprung hat die Idee in Frankreich, wo im Jahr 2003 einige ehemalige Politiker den „Bloc Identitaire“ (BI) gründeten, um „junge Franzosen und Europäer zu vereinen, die stolz auf ihre Wurzeln und ihre Traditionen sind“. Sie sprachen sich offen gegen eine Vermischung der verschiedenen Kulturen sowie gegen jede Art von Imperialismus aus ? „sei er amerikanisch oder islamisch“. In der veröffentlichten Wahrnehmung ist die Gruppierung ? wie könnte es anders sein? ? rechtsextrem, unter anderem, weil sie öffentlich Suppe verteilte, in der Schweinefleisch enthalten war.

Der Bloc Identitaire nimmt in der französischen Rechten eher eine Randstellung ein und positioniert sich in einer entscheidenden Frage anders als der politisch zuletzt sehr erfolgreiche Front National (FN) unter Marine Le Pen. Die französischen Identitären verstehen sich als Regionalisten, stehen an der Seite von Bretonen, Korsen oder Basken in ihrem Kampf gegen einen nur ungern Minderheitenrechte gewährenden französischen Nationalstaat, der FN ist hier gegensätzlich aufgestellt. Tatsächlich geht die Idee des BI jedoch über den Regionalismus hinaus und entwickelt daraus auch nationale und europäische Perspektiven, die jedoch stets dem Föderalismus gegenüber jedem Zentralismus klar den Vorzug geben. Der politisch einflussreichste Verbündete des BI mit ähnlich regionalistischer Prägung ist die Lega Nord.

Kriegserklärung und Moschee-Besetzung

Vor der diesjährigen Zusammenkunft der französischen Identitären, der „Convention Identitaire“ im frühen November in Orange, gelang der Bewegung ein signifikanter Modernisierungsschub übers Internet. Dies führte schließlich dazu, dass auch zahlreiche, vor allem junge Gäste aus anderen europäischen Ländern anreisten und in der Folge für eine Weiterverbreitung des identitären Gedankenguts sorgten. Aufsehen erregte vor allem ein YouTube-Video in Form einer „Kriegserklärung“ der „Generation Identitaire“ an das System. Junge Menschen schildern ihre Sorgen, Ängste und ihre Wut. „Wir sind die Generation, die man tötet, weil sie die falsche Person ansieht, weil man eine Zigarette verweigert oder dafür, eine Meinung zu haben, die jemandem nicht gefällt“, beginnt der erste Sprecher die Anklage. Von ethnischer Spaltung, scheiternden Sozialsystemen und dem schweren Erbe der 68er ist die Rede. Es folgen Aufrufe zum Handeln: „Wir haben den Fernseher ausgeschaltet, um durch die Straßen zu marschieren.“ Als Symbol dient den jungen Idenitären das Lambda, „gemalt auf die stolzen Schilde der Spartaner“.

Für Aufsehen sorgte im Vorfeld des Kongresses in Orange auch die Besetzung einer halbfertigen Moschee. Mehrere Stunden lang setzten sich etwa 100 Aktivisten auf das Dach eines Moschee-Rohbaus, ausgerechnet in Poitiers. Hier schlug Karl Martell im Oktober 732 eine entscheidende Schlacht gegen die nach Mitteleuropa vordringenden muslimischen Mauren.

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