Österreicher lehnen Kardinal Schönborn als Papst mit großer Mehrheit ab

Nach der Ankündigung von Papst Benedikt XVI, am 28. Februar 2013 sein Amt niederzulegen, brodelt die Gerüchteküche rund um den Erdball, wer als Nachfolger in den Vatikan einziehen soll. Vor allem italienische Medien wie La Repubblica, Sole 24 Ore oder Corriere della Sera machen sich für den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn stark. Die italienischen Tageszeitungen führen als Argument ins Treffen, dass Schönborn viele Jahre Schüler des damaligen Kardinals Josef Ratzinger – der bürgerliche Name des Papstes Benedikt XVI – gewesen sei und deshalb das Amt im Sinne des scheidenden Kirchenoberhaupts weiterführen könnte. Sie sehen darin eine Wahrung der Kontinuität und des bisher eingeschlagenen Weges.

Inzwischen mehren sich aber auch Stimmen, die wegen der Stärkeverhältnisse unter den Katholiken in Afrika, Asien oder Lateinamerika einen Kandidaten aus diesen Kontinenten als möglichen Favoriten sehen. Es könnte schlussendlich aber auch wieder zu einer traditionellen „Hausberufung“ kommen, sprich aus den Reihen des römischen Kardinalskollegiums und der Nomenklatura des Vatikans.

Österreicher lehnen Landsmann Schönborn als Papst ab

Während in Italien Kardinal Schönborn als aussichtsreicher Kandidat gehandelt wird, haben die Österreicher offensichtlich wenig Vertrauen in den Wiener Kardinal. Wie die Veröffentlichung einer Umfrage der Kronen Zeitung vom 13. Februar 2013 zeigt, befürwortet lediglich ein gutes Drittel der Österreicher ihren Landsmann Schönborn als neuen Papst. Exakt 34,2 Prozent der Befragten können sich den Wiener Erzbischof in diesem höchsten Amt in der katholischen Kirche vorstellen, demgegenüber lehnen 65,8 Prozent Schönborn ab. Die Wahl eines neuen Papstes könnte allerdings ohnehin sehr lange dauern. Vor knapp 750 Jahren dauerte die Papstwahl sogar ganze zwei Jahre, neun Monate und acht Tage.

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