Umfragespielchen der Zeitungen: SPÖ schwächelt und zieht davon

Zwischen einem Hoch und einem Tief bei der SPÖ liegen nur vier Tage – oder zwei Zeitungen: Während Österreich am Wochenende noch jubelt, dass die Roten allen davon ziehen, verkündet die Kronen Zeitung mit Hinweis auf IMAS-Zahlen am Donnerstag, dass es im Herbst zu einem Dreikampf von SPÖ, ÖVP und FPÖ um Platz eins kommen werde.

Ob die unterschiedlichen Umfrage-Ergebnisse taktische Spielchen der Parteien in Absprache mit den am Gängelband der Regierung hängenden Medien sind? Darüber kann der Wähler nur spekulieren. Überraschend wäre es nicht, wenn die SPÖ mit ihrem Vorsitzenden Werner Faymann in ein Umfragetief schlittert. Laut Krone, die eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts IMAS veröffentlicht, kommen die Genossen nur noch auf 23 bis 25 Prozent der Wählerstimmen. Bei der Nationalratswahl 2008 waren es noch 29 Prozent gewesen. Um Platz eins wird´s laut IMAS-Zahlen eng, denn die ÖVP könnte auf 24, die FPÖ auf 22 Prozent kommen. Während dem Team Stronach in dieser Studie zehn Prozent eingeräumt werden, könnte das BZÖ den Einzug in den Nationalrat knapp verpassen. Und die Grünen würden stagnieren.

Bürger trauen Koalition keine Mehrheit mehr zu

Noch interessanter als die IMAS-Umfrage ist das Abstimmungsergebnis in der Kronen Zeitung, wo gefragt wird, ob SPÖ und ÖVP nach der Wahl eine Mehrheit schaffen. 78,1 Prozent sagen „Nein“, nur noch 21,9 Prozent trauen es der großen Koalition zu, gemeinsam wieder über 50 Prozent zu kommen.

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