Frauen beim Heer sind keine Erfolgsgeschichte

Weder in Österreich noch in den USA scheint die Verpflichtung von Frauen in der Armee eine Erfolgsgeschichte zu sein. In einem kritischen Beitrag in der konservativen Wochenzeitung Junge Freiheit rechnet Martin van Creveld, Militärtheoretiker an der Hebräischen Universität von Jerusalem, schonungslos mit der Rolle von Frauen bei den US-Streitkräften ab: „Die Zulassung von Frauen zum Militär ist wenig mehr als eine Farce, die den Steuerzahler teuer zu stehen kommt. Von echter Gleichberechtigung – einer Gleichberechtigung nämlich, die dafür sorgt, dass Soldaten beider Geschlechter die gleichen Risiken auf sich nehmen und die gleichen Verluste erleiden – sind wir so weit entfernt wie eh und je.“

Als Beispiel führt der Militärexperte Vergleichszahlen aus den Einsätzen der US-Streitkräfte im Irak und in Afghanistan an. So sei die Wahrscheinlichkeit für weibliche Soldaten, im Einsatz zu fallen, um 90 Prozent geringer als für ihre männlichen Kameraden. Ein Großteil der weiblichen US-Soldaten würden laut van Creveld eine „ruhige Kugel“ schieben, statt sich dem Kampfeinsatz zu stellen. Trotzdem habe die Aufnahme und Gleichstellung der Frauen bei den Streitkräften Abläufe und innere Organisation unnötig verkompliziert.

Heeressportlerinnen sind größte Gruppe beim Bundesheer

In Österreich wurde die Aufnahme von Frauen beim Bundesheer im Jahr 1998 eingeführt, vor fast genau 15 Jahren. Erfolgsgeschichte ist das Projekt bis heute keines. Mit Stand Jänner 2013 sind gerade einmal 373 Frauen im Aktivstand. 75 oder rund 20 Prozent davon und damit die größte Gruppe versehen ihren Dienst im Rahmen des Heeressportzentrums. Die zweitgrößte Gruppe stellen 16 Soldatinnen bei der Militärstreife bzw. Militärpolizei, weitere 14 sind im Sanitätszentrum Süd, 13 bei verschiedenen Heeresämtern, 12 beim Militärmedizinischen Zentrum und 12 bei den einzelnen Militärkommanden eingesetzt. Demgegenüber versehen beim Jagdkommando lediglich zwei Soldatinnen ihren Dienst. In einem Berufsheer die Kader mit Frauen aufzufüllen, wie es Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) vor der Volksbefragung propagiert hatte, ist somit derzeit illusorisch.

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