Diakonie finanziert mit Spenden Beratung für Asylanten in Schubhaft

Der Sozialverband der evangelischen Kirchen, die Diakonie, ist seit einiger Zeit mit staatsanwaltlichen Ermittlungen konfrontiert. Ins Rollen gebracht wurden diese durch eine Anzeige der Fremdenpolizei. Es geht um Kostenersatz für Rechtsberatung von Flüchtlingen in Schubhaft, den die Diakonie einbehalten hat. Dabei könnte es sich um Betrug handeln, es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Diakonie engagiert sich – ebenso wie ihre katholische Schwesterorganisation Caritas – besonders für Asylwerber jeder Art, von Asylbetrügern bis hin zu jener kleinen Gruppe tatsächlich verfolgter Personen. Als respektiertes Mitglied der Gutmenschengesellschaft bot das Ö1-Morgenjournal vom Samstag dem Diakonie-Direktor Michael Chalupka breiten Raum, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Dabei plauderte Chalupka aus der Schule.

300.000 Euro Spenden fließen in Rechtsberatung für Asylwerber

Das Geld stehe der Diakonie zu, denn diese habe auch den Aufwand gehabt, sagt Chalupka und fühlt sich durch ein Rechtsgutachten bestätigt. „Wir verdienen an der Rechtsberatung keinen Cent“, wird der Direktor zitiert – im Gegenteil: Man investiere sogar rund 300.000 Euro an Spenden.

Ob die Spender wissen, wofür ihr Geld verwendet wird, sagt Chalupka nicht. Zwar kann man online entscheiden, wofür man spendet – für Kinder, Behinderte, arme und alte Menschen oder eben für Flüchtlinge -, doch der Großteil der Spenden wird vermutlich „ohne Mascherl“ auf dem Konto der Diakonie landen. Wie hoch der Anteil großzügiger Christen am Gesamtbudget ist, sagt die Diakonie in ihrem jüngsten Jahresbericht übrigens nicht. Dort heißt es nur, die „Gesamterlöse“ von 305 Millionen Euro würden sich zusammensetzen „aus Spenden sowie öffentlichen leistungsbezogenen Kostenersätzen und Refundierungen. Außerdem umfassen sie öffentliche Subventionen sowie private Leistungsentgelte“.

Fette Aufträge aus den Ministerien

Die Caritas lebt heute großteils vom Staat und nicht mehr von Spendern, auch die Diakonie kassiert kräftig ab: beispielsweise im Jahr 2011 rund 371.000 Euro aus dem Unterrichts- und dem Innenministerium für diverse „Integrationsprojekte“. Auch unter den Profiteuren jener elf Millionen Euro, die das Innenressort 2012 für diverse Vereine der Asyllobby budgetiert hatte, findet sich der Name des evangelischen Sozialverbands.

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