Burgenland: FPÖ zeigt ORF die rote Karte

Der Landesparteivorstand der FPÖ Burgenland hat einen beachtlichen Schritt gesetzt. Ab sofort, so der einstimmige Beschluss, wird jegliche Kommunikation mit dem ORF-Landesstudio eingestellt. Grund: Der „Rotfunk“ sei auch im Burgenland ein versumpfter Privilegienstadl mit fragwürdigen persönlichen Verbindungen in Parteien und Unternehmen des Landes, sagt FPÖ-Landesparteiobmann Johann Tschürtz.

Dass die FPÖ dem ORF die rote Karte zeigt, ist in der Parteienlandschaft Österreichs bisher einzigartig. Wundern braucht sich der Öffentlich-Rechtliche aber nicht, denn die Berichterstattung über politische Ereignisse verkam zusehends zur Parteipropaganda für die Roten. Redakteur mancher Beiträge hätte genauso gut der SPÖ-Landesparteisekretär in Eisenstadt sein können. Somit war klar, dass die Blauen sich diese Art der medialen Zusammenarbeit nicht länger bieten lassen. Daher der Beschluss: Vertreter des ORF werden zu medienöffentlichen Terminen von Landespartei und Landtagsklub bis auf weiteres nicht mehr eingeladen – der ORF wird auch keine Presseaussendungen mehr von der FPÖ bekommen.

FPÖ beendet Rolle des geduldeten Statisten

„Der Schaden für uns wird kein erwähnenswerter sein, schließlich werden die FPÖ und die anderen Oppositionsparteien sowieso bei so gut wie jeder Gelegenheit vom ORF geschnitten. Mit unserem Boykott beenden wir auch unsere Rolle als geduldete Statisten, die man uns gibt, um ausgewogene Berichterstattung vorzutäuschen,“ so Tschürtz, der bei der Bundespartei eine Resolution zur Einleitung eines Volksbegehrens gegen die ORF-Zwangsgebühren einbringen möchte. „Es ist nicht hinnehmbar, dass die Leute auch noch dafür zahlen sollen, manipuliert zu werden.“

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