Geschmackloser Grissemann: Nazis lieben Espresso

Christoph Grissemann und Dirk Stermann schaffen es offenbar nicht, ihre Satire-Sendung „Willkommen Österreich“ ohne gröberen Skandal über die Bühne zu bringen. Nach zahlreichen Eskapaden – wohl gewollt, um Quoten zu erhaschen – tappte der ORF-Komiker Grissemann bei der vergangenen Sendung erneut ins Fettnäpfchen: Er kam zum Schluss, dass Nazis gerne Espresso trinken würden.

Die ganze Sendung des Blödel-Duos war von Geschmacklosigkeit geprägt. Zuerst witzelte Stermann über den Prothesensprinter Oscar Pistorius („Der könnte die Füße in die Hände nehmen“), danach kam es zur Entgleisung von Grissemann: Es passierte im Zuge des Gesprächs mit dem Deutschen Kabarettisten Wigald Boning, der ein Buch über Einkaufszettel geschrieben hat. Auf einem dieser Einkaufszettel, die Boning in den Jahren zuvor gesammelt hatte, stand Espresso. Warum Grissemann beim Anblick dieses Einkaufszettels auf die Idee kam, dass es sich beim Verfasser um einen Nazi handeln könnte, bleibt ein Rätsel. Es zeigt aber die wirre Denkweise eines Mannes, der sogar hinter einem harmlosen Einkaufszettel Faschismus zu erkennen glaubt. Kaffeehausbesucher sollten in Zukunft auf der Hut sein, wenn sie einen Espresso bestellen. Betritt nämlich Christoph Grissemann das Lokal, könnten sie vielleicht als Nazi beschimpft werden.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link