Skandalumwittertes Schwechater Multiversum steht vor Pleite

Kein Ende ist im Politstreit rund um das finanziell angeschlagene Schwechater Veranstaltungszentrum „Multiversum“ abzusehen. Binnen einer Woche platzte eine Gemeinderatssitzung zum Thema einer finanziellen Sanierung des Projekts zweimal. Sowohl am 18. als auch am 24. Februar 2012 zogen die Oppositionsmandatare von FPÖ, ÖVP und Grünen aus dem Schwechater Gemeinderat aus. Die von SPÖ-Bürgermeister Hannes Fazekas vorgelegten Sanierungsvarianten fanden nicht die Zustimmung der Opposition. Nun versucht der angeschlagene rote Bürgermeister, der gleichzeitig auch SPÖ-Nationalratsabgeordneter in Wien ist, für den 4. März 2013 eine weitere Gemeinderatssitzung einzuberufen.

Kosten von 27,8 auf 57,5 Millionen Euro explodiert

Im Jahr 2007 ging die rote Stadtverwaltung in Schwechat noch von Kosten für das Multiversum von 27,8 Millionen Euro aus. Knapp sechs Jahre später ist man bereits bei einem Finanzierungsaufwand von 57,5 Millionen Euro angelangt. Gleichzeitig sind auch die Betriebskosten höher als ursprünglich vorgesehen. Diese wurden zunächst mit 1,5 Millionen Euro pro Jahr beziffert, die Stadt zahlt aktuell aber bereits 960.000 Euro dazu und deckt den Abgang somit zu zwei Dritteln. Mit den von der SPÖ in Aussicht genommenen Sanierungsmaßnahmen drohen der Stadt weitere finanzielle Belastungen. Steigt Schwechat aus dem Projekt aus, dann steht das Multiversum wohl vor der Pleite.

FPÖ rügt undemokratisches Verhalten des roten Bürgermeisters

Einmal mehr rügt die FPÖ-Gemeinderatsfraktion unter dem Vorsitz von Johann Ertl die Vorgangsweise von Bürgermeister Fazekas. Dieser habe ohne vorherige Ansage am 18. Februar einfach einen Dringlichkeitsantrag aus dem Hut gezaubert, ohne die Gemeinderäte über dessen Inhalt und Absicht zu informieren. Dies sei noch dazu im nicht öffentlichen Teil der Sitzung passiert. Auf diese Weise wolle der rote Bürgermeister dem finanziell angeschlagenen Multiversum eine neuerliche Abgangsdeckung von 2,8 Mio Euro zuschießen. Der Konkurs des Multiversums steht nach Meinung der Freiheitlichen unmittelbar bevor, dies habe man der SPÖ Schwechat zu verdanken.

Bereits Mitte 2012 waren das Multiversum und die rote Stadtverwaltung von Schwechat unter Bürgermeister Fazekas in die Schlagzeilen geraten. Anlass dafür waren dubiose Kreditvergaben an einen SPÖ-Funktionär und Günstling.

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