Computerkriminalität explodiert in Österreich

Die Internetkriminalität explodiert in Österreich. Von 2011 auf 2012 haben sich die Anzeigen wegen Cybercrime-Fällen verdreifacht. Während 2011 „nur“ 753 Fälle von Internetkriminalität zur Anzeige gebracht wurden, waren es 2012 bereits 2.282. Dabei haben sich die Fälle des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs von 321 auf 812 erhöht, die Datenbeschädigungen von 72 auf 302 und die Fälle von Störung der Funktionsfähigkeit eines Computersystems von 21 auf 702. Auch der Missbrauch von Computerprogrammen oder Zugangsdaten hat sich von 88 auf 163 Fälle fast verdoppelt.

680 Anzeigen wegen Computerhacking  

Allein 680 Anzeigen im Zusammenhang mit Cybercrime bezogen sich auf Hacking, 748 auf den Einsatz von Schadsoftware, 1.549 Fälle auf Betrugsfälle bei Internetauktionen. Dass der Höhepunkt der Entwicklung bereits erreicht ist, glaubt auch das Innenministerium nicht: Die Kriminalstatistik zeige, dass weiterhin bei den Betrugsformen durch Missbrauch des Internet wie beispielsweise Phishing oder Bestellbetrug sowie im Bereich des Hackings ein starker Anstieg festzustellen ist, heißt es in einer parlamentarischen Anfrragebeantwortung durch Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Ein drastischer Anstieg bei den Delikten Datenbeschädigung, Störung der Funktionsfähigkeit eines Computersystems und Missbrauch von Computerprogrammen und Zugangsdatensein hingegen in erster Linie auf die vermehrte Verbreitung des sogenannten „Polizei-Virus“ zurückzuführen.

Dass die Gefahr der Internetkriminalität weiter steigt, wird durch eine weitere Zahl unterstrichen: Bei der Meldestelle für Internetkriminalität gingen im Vorjahr 6.339 Meldungen ein.

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