Deutsche Grenzbewohner an Oder und Neiße sind Kriminalitätsopfer

Das östliche Brandenburg wird zunehmend zum Opfer einer Kriminalitätswelle aus Polen, die darin gipfelt, dass neben Haus- und Wohnungseinbrüchen durch polnische Täter vor allem landwirtschaftliche Betriebe heimgesucht werden. Die Grenzgebiete an Oder und Neiße sind das bevorzugte Zielgebiet der Verbrecher. Vom Radlader über den Schlepper bis hin zu Traktoren wird vor allem mechanisiertes landwirtschaftliches Gerät von den organisierten polnischen Diebsbanden gestohlen. Das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung nimmt zu. Neben dem Einsatz von professionellen Sicherheitsdiensten werden nun auch private Bürgerwehren zum Schutz von Haus und Hof eingesetzt.

78 Prozent der Landwirte sehen sich durch Diebstahl bedroht

Bei den Diebstahlsdelikten gegenüber den landwirtschaftlichen Betrieben geht es oft um Schadenssummen von mehr als 100.000 Euro. 78 Prozent der Brandenburger Landwirte sehen sich durch Diebstahl massiv bedroht, wie einen Umfrage ergab. Insgesamt hat sich das Sicherheitsgefühl seit dem Abbau der Grenzkontrollen gegenüber Polen massiv verschlechtert. Allein 2012 gab es 20.250 Eigentumsdelikte an der Grenze zu Polen. Die Grenzstadt Frankfurt an der Oder gilt als „Hauptstadt des Autodiebstahls“, allein 2012 wurden 264 KFZ gestohlen. Oft sind die organisierten polnischen Tätergruppen auch technisch gut ausgerüstet. Laut Polizeiexperten liefern sie sich ein regelrechtes „Hase- und Igel“-Spiel mit den Exekutivkräften.

Neben dem Ausbau von Sicherheits- und Alarmanlagen in den Grenzgebieten haben sich nun Bürger aus dem Grenzland um Küstrin zu einer „Bürgerwehr“ zusammengeschlossen, die neben den eingesetzten professionellen Sicherheitsfirmen auch privat einen nächtlichen Wachdienst rund um die Häuser, Höfe und Geschäfte versehen.

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