Universität Hildesheim fördert nun auch ausdrücklich Männer

Ausgerechnet die Universität Hildesheim im rot-grün regierten Niedersachsen ändert ihre Gleichstellungspolitik. Bisher hing man der schon „traditionellen“ Frauenförderung an. Nun geht man universitär dazu über, bei Studien- und Forschungsfächern, bei denen Männer unterrepräsentiert sind, diese ausdrücklich zur Bewerbung um eine entsprechende Stelle aufzufordern. Für manche linksgestrickte Feministinnnen ist diese „Wende“ in der Geschlechterpolitik ein Tabubruch und konservativer Rückschritt. Die Initiatoren berufen sich jedoch auf das niedersächsische Gleichstellungsgesetz, das eine klare Sprache spricht.

Gleichstellungsgesetz berücksichtigt auch Männer

Die Begründung für eine entsprechende Gesetzesnovelle aus dem Jahre 2011 berücksichtigt auch Männer bei der Wahrnehmung von Berufschancen: „Zu dauerhaft gleichen Chancen im öffentlichen Dienst für beide Geschlechter wird man nur gelangen, wenn sich neben den Frauenrollen auch die Männerrollen ändern. Deshalb verpflichtet das Gesetz die Dienststellen, auch auf den Abbau der Unterrepräsentanz von Männern hinzuwirken“, heißt es. Für die Personalverantwortlichen an der Universität Hildesheim ist dies ein klarer Auftrag. Sie wollen „die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern“ besonders fördern, um damit beiden Geschlechtern Chancengleichheit zu gewährleisten.

Initiative zur Erhöhung des Männeranteils bei Grundschullehrern

Eine konkrete Initiative wird seit Jänner 2013 mit dem Projekt „Männer und Grundschullehramt“ gesetzt. So beträgt laut Uni Hildesheim der Anteil männlicher Grundschullehrer in Deutschland lediglich 13 Prozent, bei den Absolventen des Lehramtsstudiums an der Universität selbst 14,8 Prozent. Mit dem Projekt will nun die Universität eine „realitätsnahen Blick“ auf den Beruf ermöglichen, und seine weibliche Konnotierung kritisch reflektieren und so das Berufsfeld für Männer öffnen.“ Die Uni will darauf hinwirken, „dass sich die Vielfalt von Schülerinnen und Schülern auch in der Vielfalt des Lehrpersonals spiegelt. Mädchen und Jungen im Grundschulalter profitieren von vielfältigen männlichen und weiblichen Identifikationsangeboten.“

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