FPÖ geht Pferdefleisch-Skandal auf den Grund

Die FPÖ geht dem seit Wochen köchelnden Pferdefleischskandal parlamentarisch auf den Grund. FPÖ-Landwirtschaftssprecher Harald Jannach nimmt ihn zum Anlass, die zuständigen SPÖ-Minister für Gesundheit bzw. Konsumentenschutz, Alois Stöger und Rudolf Hundstorfer, zu der offensichtlich EU-weit gängigen Praxis der Falschetikettierung durch Betrüger zu befragen. Falsch etikettiertes Fleisch, auch von medikamentös behandelten Pferden, wurde so den EU-Konsumenten untergejubelt. Dies verursacht auch gesundheitliche Gefahren.

Wirkstoff Phenylbutazon gelangte über Pferde in die Nahrungskette

Auslöser war Pferdefleisch aus Großbritannien, das in Frankreich an die Endkonsumenten verkauft wurde. Die Pferde waren ursprünglich mit dem Schmerzmittel Phenylbutazon behandelt worden. Sport- und Arbeitspferde werden häufig mit diesem Medikament behandelt. Es dient unter anderem zur Vorbeugung gegen Rheuma und wird auch in der Humanmedizin angewendet. Eine Verarbeitung  und Verabreichung des Fleisches dieser Pferde ist jedoch aus gesundheitlichen Gründen untersagt. Resultat hoher Dosen von Phenylbutazon können gefährliche Magen-Darm-Blutungen beim Menschen sein. Die in Österreich gängige Kennzeichnung durch das AMA-Gütesiegel schützt offensichtlich nicht vor einer EU-weiten Verbreitung des „Medikamentenfleisches“.

So erlaubt die AMA-Gütesiegel-Richtlinie für Be- und Verarbeitungsprodukte laut Jannach einen Toleranzbereich für „andere Rohstoffe“ von bis zu einem Drittel. Der FPÖ-Landwirtschaftssprecher möchte nun von den zuständigen Ministern wissen, welche Kontrollstellen die Inhaltsstoffe und die korrekte Etikettierung von Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten überprüfen.

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