Papstwahl beginnt am Dienstag in Rom

Am heutigen Dienstag, 12. März 2013, beginnt die Wahl des neuen katholischen Kirchenoberhaupts in Rom. Insgesamt versammeln sich 115 Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle, um den Nachfolger von Benedikt XVI zu küren. Die Kardinäle können sich bei ihrer Wahl grundsätzlich für jeden katholischen, männlichen und getauften Christen entscheiden. Es hat sich jedoch durchgesetzt, dass es einer der Kardinäle wird. Im Spätmittelalter wurde das letzte Mal ein Papst gewählt, der nicht bereits Kardinal war. Am Dienstag wird ein erster Wahlgang durchgeführt. Für jeden weiteren Tag sind insgesamt vier Wahlgänge vorgesehen. Dazwischen gibt es die Gelegenheit für das Mittag- und Abendessen und zum Gebet.

Völlige Geheimhaltung, Kardinäle von allen Info-Medien abgeschirmt

Die Wahl des Kirchenoberhauptes findet absolut geheim statt. Schweizer Garde und Gendarmerie riegeln alles hermetisch ab. Jeden Tag werden die Kardinäle frühmorgens von der Casa Santa Marta in die Kapelle Paolina geleitet, um dort die Heilige Messe zu feiern. Anschließend beginnen die Wahlgänge, bevor am Abend wieder gebetet werden soll. Um absolute Geheimhaltung zu gewährleisten, wird alles auf Abhöreinrichtungen untersucht; es wurden sogar Störsender eingebaut. Darüber hinaus ist in der für das Nachtlager der Kardinäle reservierten Casa Santa Marta die Benützung von Telefonen, Handys, Zeitungen, Fernsehen oder Internet verboten.

Die Wahlgänge werden so lange durchgeführt, bis ein Papst mit Mehrheit gewählt ist. Für eine erfolgreiche Wahl benötigt ein Kandidat 77 der 115 Kardinalsstimmen, also die Zwei-Drittel-Mehrheit des Konklaves. Haben die Kardinäle einen Kandidaten gekürt, wird er gefragt, ob er die Wahl auch annimmt. Tut er das, so ist er neuer Papst.

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