Tiermehlfutter könnte neuen Lebensmittelskandal provozieren

Obwohl der Pferdefleischskandal noch nicht verkraftet ist, macht die EU eine weitere Schleuse für die Gefährdung der Lebensmittelsicherheit auf und gefährdet damit erneut die Interessen der Konsumenten. Am 1. Juni 2013 läuft das EU-Verbot gegen die Verfütterung von Tiermehl an Zuchtfische aus. Dieses Verbot war im Zuge der BSE-Krise vor zwölf Jahren von der EU erlassen worden. In Zukunft darf an Fische und andere in Aquafarmen gezüchtete Tiere wieder Tiermehl von Schweinen und Hühnern verfüttert werden. Das Tiermehl von wiederkäuenden Rindern, Schafen und Ziegen soll weiterhin einem generellen Fütterungsverbot unterliegen.

Der steirische FPÖ-Abgeordnete Josef  A. Riemer möchte nun vom zuständigen Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) wissen, wie die österreichischen Gesundheits- und Veterinärbehörden mit dem „EU-Persilschein“ umzugehen gedenken.

Frankreichs Umweltministerin ist gegen Freigabe

Frankreichs sozialistische Umweltministerin Delphine Batho kritisiert die Freigabe der Tiermehlfütterung durch die EU jedenfalls heftig. In einem Radio-Interview mit dem französischen Sender RCJ stellte sie fest, dass es nicht zur Logik der Nahrungskette passe, dass Fische Fleisch essen. Sie betonte, dass sich Frankreich ausdrücklich dagegen ausgesprochen habe, das bisher geltende Verbot aufzuheben. Gleichzeitig fordert die Ministerin Warnhinweise für Verbraucher. Frankreich möchte eine Etikettierung „ohne Einsatz von Tiermehl“ bei Fischen und Fischprodukten durchsetzen.

Riemer möchte nun wissen, ob auch in Österreich daran gedacht wird, auf nationaler Ebene eine gesetzliche Regelung zu treffen.

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