Euro-Finanzminister beauftragen größten Bankraub aller Zeiten

Banken sichern sich gegen Räuber mit Sicherheitspersonal, Alarmanlagen und Panzerschränken. Unsere Bankkonten sind mit Sicherheitscodes geschützt, damit sich niemand so einfach an unserem Ersparten vergreifen kann. Unser Gehalt wird schon längst nicht mehr bar ausbezahlt, sondern monatlich auf unser Konto überwiesen. Schon als Kinder wurden wir von unseren Eltern animiert, unser Spargeld auf die Bank zu tragen, denn dort sei es sicher. Doch all das scheint praktisch über Nacht keine Gültigkeit mehr zu besitzen, denn problematisch wird es dann, wenn die Bankräuber nicht schwer bewaffnet eine Bankfiliale stürmen, sondern in Brüssel zusammentreffen und gemeinschaftlich einen landesweiten Bankraub in Auftrag geben.

Euro-Finanzminister verlangen Bankraub

Um im Mai den Staatsbankrott zu vermeiden, suchte Zypern um Hilfszahlungen von 10 Milliarden Euro an. In der Nacht zum Samstag stellten die Euro-Finanzminister die Zahlung auch in Aussicht, verknüpften diese jedoch mit einer Bedingung. Erstmals sollen Bankkunden zur Kasse gebeten werden. Von Guthaben bis 100.000 Euro sollen 6,75 Prozent abgezogen werden, bei Beträgen darüber 9,9 Prozent. 5,8 Milliarden Euro will man auf diese Weise lukrieren. Nachdem diese Maßnahmen bekannt geworden waren, stürmten Kunden am Samstag die Bankfilialen oder versuchten von Bankomaten ihr Geld zu beheben. Doch es war zu spät, auf keinem Weg können auf Zypern Banktransaktionen ausgeführt werden. Das Geld scheint verloren.

Zypriotisches Parlament berät über den Deal

Noch ist allerdings nicht sicher, ob sich heute Montag für den ausgehandelten Deal im zypriotischen Parlament eine Mehrheit findet. Bereits am Sonntagabend hatte Staatspräsident Nikos Anastasiades angekündigt, mit den Geldgebern noch einmal verhandeln zu wollen.

Auch der deutsche „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger warnte gegenüber der Passauer Neuen Presse vor den schwerwiegenden Folgen. Sollten die Maßnahmen nicht zurück genommen werden, würde die Finanzkrise weiter verschärft und das gesamte Währungssystem in Europa in Gefahr geraten. „Das muss revidiert werden, sonst hätte es fatale Folgen.“

Die Finanzmärkte reagieren auf die Zypern-Krise bereits mit fallenden Kursen. Auch der Euro ist bereits unter Druck geraten und unter die 1,30 Dollar Marke gefallen.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link