Afrikanerbande trieb lukrativen Drogenhandel in Linz

Einen schwunghaften Handel mit Drogen hat eine kriminelle Afrikanerbande in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz aufgezogen. Die zwölf nun von der Polizei inhaftierten Farbigen stammen aus Nigeria, Ghana, Mali, Sudan und Gambia. Sie vertrieben als Teil eines internationalen Drogenrings Marihuana im südlichen Stadtteil von Linz. Dabei gingen sie besonders frech vor und verteilten sogar „Werbezettel“, auf denen ihre Handynummern vermerkt waren, an potentielle Drogenkonsumenten. Laut Linzer Polizei sollen sich vor dem Haus, in dem die Drogenhändler ihren illegalen Geschäften nachgegangen sind, sogar Warteschlangen gebildet haben. Die Aktivitäten waren den Behörden seit dem Frühsommer 2012 bekannt.

Marihuana aus Spanien wurde an 300 Süchtige in Linz vertrieben

Das vertriebene Marihuana stammte aus Spanien. Mit angemieteten Kleinbussen schmuggelten die Dealer die Drogen nach Linz, vereinzelt wurde auch „Nachschub“ aus Wien geholt. In Linz-Auwiesen versorgten die Afrikaner mehr als 300 Süchtige mit dem Rauschgift. Bei den nun inhaftierten Dealern fand die Polizei rund 3,5 Kilogramm Marihuana, 35.000 Euro, Laptops und Zubehör in den teilweise illegal belegten Wohnungen.

Neben dem Stadteil Auwiesen sind auch die Bereiche der Donaulände, die Altstadt und der Hessenplatz beliebte Umschlagplätze der Linzer Drogenszene. Die Polizei der oberösterreichischen Landeshauptstadt möchte diese Szeneplätze nun verstärkt überwacht.

FPÖ fordert Anti-Drogen-Gipfel

Oberösterreichs FPÖ-Landesrat Manfred Haimbuchner reagiert auf die Berichte mit der Forderung nach einem längst überfälligen Anti-Drogen-Gipfel. „Wir brauchen einen Maßnahmenkatalog, um unsere Kinder und die Jugend vor Drogen zu schützen. Ich erwarte mir aber auch ganz klar die konsequente Verfolgung und Bestrafung der Täter. Auch hier gilt: Opferschutz geht vor Täterschutz“, so Haimbuchner.

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