Rettungsgasse: Ausländer freuen sich über freie Spur

Drei Millionen Euro hat die Bundesregierung ausgegeben, um den österreichischen Autofahrern die Rettungsgasse zu erklären. Die Kampagne diente in erster Linie den befreundeten Werbeagenturen von SPÖ und ÖVP, die dadurch zu fetten Aufträgen kamen. Den Autofahrern nutzte die Werbemaßnahme wenig, denn laut Polizei haben 80 Prozent der Lenker keine Kenntnis von der Rettungsgasse.

Wen wundert s daher, dass bei einer Abstimmung im Kurier 74 Prozent für die Abschaffung der Rettungsgasse eintreten?. „Die Österreicher sind noch nicht bereit für die Rettungsgasse und die Ausländer freuen sich über eine freie Spur“, sagt Brigadier Karl Wammerl von der Wiener Polizei in dieser Zeitung. Tatsächlich sorgt die seit Beginn heftig umstrittene Rettungsgasse auch 15 Monate nach Einführung noch immer für chaotische Zustände auf den Autobahnen. Zuletzt beim Serienunfall mit 100 Fahrzeugen auf der Westautobahn. Dort mussten sich Feuerwehrmänner mit 50 Kilo schweren Geräten zu Fuß vorwärts kämpfen, weil keine Gasse freigemacht wurde.

Bures: Die Autofahrer sind schuld

Die Rettungsgasse sei in Österreich endgültig gescheitert, sagen inzwischen immer mehr politische Vertreter der Oppositionsparteien. Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) will das nicht zugeben: „Es ist nicht so, dass die Rettungsgasse nicht funktioniert, sondern die Autofahrer bilden sie nicht“, hieß es laut Kurier aus ihrem Büro.

Die von ASFINAG und Bures versprochenen vier Minuten Zeitersparnis für die Zufahrt zu den Einsatzorten können jedenfalls nicht lukriert werden. Eine Untersuchung von Notruf 144 in Niederösterreich zeigte, dass es praktisch keine Verbesserung gab. Die genauen Zahlen werden unter Verschluss gehalten.

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