Linke stehen offen zu ihrem Extremismus

Demokratie und politischer Extremismus stehen zueinander in Widerspruch. Was den Rechtsextremismus betrifft, ist das unwidersprochen. Den Linksextremismus hingegen wollen zahlreiche Kräfte in den etablierten Parteien als Partner offenbar nicht missen. Deutschland staunt drzeit über ein Projekt namens „Ich bin linksextrem, weil…“. Die Initiatoren dieser Kamapgne argumentieren, der Begriff sei „Quatsch“ und „diffus“ und wollen aufzeigen, „wie absurd die Kriminalisierung und Repression gegenüber als Linksextremist*innen Bezeichneten ist“.

Jedenfalls gegen Nazis

Hinter der Aktion steckt die Jugendgruppierung der deutschen Linkspartei namens Solid sowie die Jungen Grünen. Von ihren Sympathisanten verlangen sie ein offenes Bekenntnis. Man nehme damit dem Verfassungsschutz die Arbeit ab, heißt es. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind mittlerweile knapp 150 Erklärungsversuche für den eigenen Linksextremismus gepostet worden, viele jedoch anonym bzw. unter Verwendung von Symbolfotos. Viele tragen sich mit Sprüchen wie „Weil ich gegen Nazis bin.“ Immer wieder wird die Ablehnung von Faschismus, Nationalismus, Sexismus, Rassismus und Kapitalismus betont. All diese Begriffe sind für die bekennenden Linksextremen offenbar ausreichend klar definiert, um sie zu bekämpfen – ganz anders als der „diffuse“ Linksextremismus.

Manche geben s aber auch billiger. „Klara“, die sich nicht traut, ihr Gesicht zu zeigen, schreibt: „Ich bin linksextrem, weil ich als Kind leidenschaftlich Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg hörte.“ Und „Lise“ lässt mit folgender Erklärung aufhorchen: „Ich bin linksextrem, weil ich mich auch in der Disco nicht begrapschen lasse.“

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