Venezuela: Interimspräsident „zwitscherte“ mit verstorbenem Chávez

„Ein kleines Vögelchen kam hereingeflogen und machte drei Umdrehungen. Es setzte sich auf einen Holzbalken und begann zu zwitschern. Ich schaute es an und zwitscherte ihm ebenfalls zu. Ich spürte den Geist von ihm (Chavez). Es war, als wolle er uns seinen Segen geben“. Dieses eigenartige Erlebnis schilderte der Interimspräsident von Venezuela, Nicolás Maduro, einen Tag nach dem 1. April der Welt. Kein Scherz: Der verstorbene Comandante soll Maduro im Innenhof von Chávez Geburtshaus in Form eines Vögelchens erschienen sein.

Die politischen Gegner machen sich über das „Zwitschern“ mit einem Toten lustig, weshalb Maduro bei einer Wahlkampfveranstaltung in der westlichen Region Zulia zornig reagierte: „Lassen Sie doch die Intoleranz, die Respektlosigkeit gegenüber der tiefen Spiritualität der christlichen Männer und Frauen, die wir fest an die Werte eines Führers glauben, der zu Lebzeiten die Werte Christi verkörperte“, sagte er.  

Mann mit Erscheinung liegt in Umfragen voran

Damit erreicht der Kampf um das Erbe des Staatschefs von Venezuela, der am 5. März dieses Jahres an Krebs verstorben war, einen skurrilen Höhepunkt. Der neue Präsident wird am 14. April gewählt. Interimspräsident Nicolás Maduro liegt in der Wählergunst nach Umfragen derzeit mindestens zehn Prozentpunkte vor Oppositionsführer Henrique Capriles. Bei der Wahl im Oktober 2012 hatte Chávez gegen Capriles mit 55,1 zu 44,3 Prozent der Stimmen gewonnen.

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