Deutsche Einlagengarantie 2008 war Panikreaktion

Das Onlineporatal Deutsche Wirtschaftsnachrichten veröffentlichte höchst brisante Unterlagen zur Spareinlagengarantie für die deutschen Bürger, die die Bundesregierung im Jahr 2008 beschlossen hatte. Entnommen wurden die Informationen dem aktuellen Interviewband „Thomas de Maiziere, Stefan Braun: Damit der Staat den Menschen dient. Über Macht und Regieren„, erschienen im Siedler-Verlag. Dieser hatte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten die Genehmigung gegeben, die entscheidenden Passagen zur seinerzeitigen Sicherung der deutschen Spareinlagen abzudrucken. De Maiziere war damals mächtiger Kanzleramtsminister im Bundeskanzleramt.

Einlagensicherung war improvisiert

Nach den Erinnerungen De Maizieres war die Einlagensicherung eher „improvisiert“. Der nunmehrige Verteidigungsminister nahm damals sowohl Ratlosigkeit als auch Panik bei den handelnden Spitzen der deutschen Bundesregierung wahr. Sowohl die CDU/CSU/SPD-Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) als auch die Bundesbank waren in höchster Alarmbereitschaft, sie befürchteten einen Banken-Sturm durch die Sparer. Um dies zu verhindern, wurde die Einlagengarantie eher aus der Hüfte heraus dekretiert.

Auch bei Zypern wurde improvisiert

Vieles erinnert laut Deutschen Wirtschaftsnachrichten an die jüngsten Vorgänge um das „Rettungspaket“ für Zypern. Diese ließen vermuten, dass auch jetzt wieder „geblufft“ werde. Das lässt für die Zukunft und die abgegebenen Garantien nichts Positives erwarten. Eine weitere Panikreaktion könnte durchaus auch zur Abschaffung der deutschen Einlagengarantie führen. Keine rosigen Zukunftsaussichten für die deutschen Sparer.

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