50 Millionen Verlust durch Notverkäufe in Salzburg

Ein eindeutiges Schlaglicht fällt nun durch die Aussagen des Linzer Wirtschaftsrechtsprofessors Meinhard Lukas auf die sogenannten „Notverkäufe“ des Landes Salzburg im Herbst 2012. Die unter der politischen Verantwortung der Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) und des damaligen Finanzlandesrates David Brenner (SPÖ) erfolgte Auflösung von Spekulationsgeschäften verursachte laut Lukas einen Verlust von nicht weniger als 50 Millionen Euro. Insgesamt wurden rund 250 Derivativgeschäfte in kürzester Zeit aufgelöst. Bisher hatten Burgstaller und Brenner behauptet, dass es durch die „Glattstellung“ der Veranlagungen zu einem Gewinn gekommen sei. Dies ist nun durch die Expertise des Rechtsexperten offensichtlich widerlegt.

Massive Spekulation – sogar mit kasachischer Währung

Lukas hat sich mit den Details der Auflösung der Derivativgeschäfte beschäftigt und diagnostiziert dabei ein gewaltiges Minus von 50 Millionen Euro. Ihm zufolge wurde nicht nur die seinerzeitige Veranlagung, sondern auch die Auflösung der Geschäfte „nicht ausreichend professionell“ durch das Land Salzburg durchgeführt. So seien weder ausreichende Bewertungen noch eine Abbau-Strategie erarbeitet oder verfolgt worden.

In der Veranlagungspolitik des Finanzmanagements unter der Ressortführung von David Brenner sieht der Linzer Professor „gefährliche Zahlenspiele“ sowie „massive Spekulationen hinter harmlosen Produktnamen.“ Vor allem dramatische Währungsspekulationen, sogar in kasachischer Währung, seien getätigt worden.

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