Stefan Raab für „Gründönerstag“ und „Allahheiligen“

Zu Ostern ist die Debatte um Feiertage für Muslime und Juden in Deutschland hochgekocht. Und seit dem Interview von Fuat Sanac, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, und Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, in der Online-Ausgabe des Standard sind Feiertage für Muslime respektive Juden auch bei uns zum Thema geworden. TV-Talker Stefan Raab hat schon vor Jahren Feiertage für Muslime in Deutschland gefordert und diese auch benannt. Wofür er von islamischer Seite heftige Kritik einstecken musste.

Dass es in Österreich bald Feiertage für Muslime geben könnte, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Tatsächlich wird über eine „Umwidmung“ bestehender Feiertage, die im Kern keine religiösen Hochfeste darstellen, nachgedacht. So könnten die für alle Arbeitnehmer freien Oster- und Pfingstmontage zugunsten allgemeiner Feiertage zum Jom Kippur und dem Fastenbrechen am Ende des Ramadan aufgegeben werden. Der bekannte deutsche TV-total-Moderator Stefan Raab (Pro Sieben) hat sich über die Benennung dieser neuen Feiertage schon vor Jahren Gedanken gemacht, natürlich satirisch gemeint und auf Raabs spezielle Art. So sagte er in einer seiner Sendungen: „Was für islamische Feiertage gibt es, wir haben sie einmal für sie aufgelistet, da können sie sich einen aussuchen, z.B.: Allahheiligen, Gründönerstag, Ayschemittwoch, Christi Kümmelfahrt, Isch-fick-deine-Muttertag.“  

Boykott der Sendung des „Hasspredigers“

Über diesen Scherz kann man lachen oder nicht, man kann über ihn streiten, ihn für geschmacklos halten. Aber dass damit gleich ein großer Teil der Menschheit beleidigt wird, wie das Online-Portal Muslim-Markt behauptete, ist doch arg übertrieben. Auf der Internet-Seite, die von türkischstämmigen Schiiten betrieben wird und die der iranischen Regierungspolitik nahe stehen soll, wurde Raab daraufhin als „Hassprediger“ bezeichnet. Außerdem wurde zum Boykott gegen die Sendung „TV total“ auf. Wörtlich heißt es u.a.:

Sein Rundumschlag war nicht nur eine Beleidigung gegen den Islam und die Muslime, sondern auch gegen das Christentum und die Christen, nur mit dem Unterschied, dass verbeamtete Kirchendiener sich kaum dafür interessieren. Die letzte Bezeichnung aber sprengt alle Grenzen von Menschlichkeit!

Raab hat sich wirklich was getraut. Witze über Muslime zu reißen ist zwar nicht verboten, fällt aber sowohl in Deutschland als auch in Österreich in eine Tabuzone. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wäre das bis heute unmöglich. „Davon lasse ich die Finger“, sagte einst Harald Schmidt auf die Frage, warum er in seinen Talkshows nicht auch mal Scherze über den Islam macht. TV-total-Moderator Stefan Raab scheint von dieser Form der vorauseilenden Unterwerfung nicht viel zu halten – und steht prompt im Visier des radikal-islamischen Muslim-Markts. Die beiden Betreiber, Yavuz und Gürhan Özoguz, warfen dem Kölner Talkmaster wegen seiner satirisch gemeinten Empfehlungen für islamische Feiertage auch noch „Volksverhetzung“ vor.

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