UNO sieht Gefahr von Arbeitsunruhen in der EU

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Vereinten Nationen schlägt Krisenalarm. Die ILO ortet große Unruhe-Gefahren in der Europäischen Union, sollte sich die Wirtschafts- und Währungskrise weiter verschärfen. Vor allem die maroden Mittelmeerstaaten Zypern, Griechenland, Spanien und Italien seien Gebiete, in denen es im Zuge der Finanzkrise zu Unruhen durch Arbeitnehmer und Arbeitslose kommen könnte. Prozentuell habe sich die Krisengefahr um gleich zwölf Prozentpunkte seit dem Beginn der Finanzkrise 2008 erhöht. Aktuell sind nicht weniger als 26 Millionen Bürger in der EU ohne Beschäftigung.

ILO sieht Spar- und Sanierungskurs als Gefahrenquelle

Die ILO sieht vor allem den Spar- und Sanierungskurs der EU als Basis für den Anstieg der aktuellen Arbeitslosigkeit und die dadurch herrschende Krise. Demnach sei „die soziale Komponente innerhalb der Eurostaaten“ bisher vernachlässigt worden und man habe zu großen Wert auf die Budgetsanierung gesetzt. Lediglich in den „Nordstaaten“ Deutschland, Belgien und Finnland hat das Unruhe-Potential innerhalb der EU abgenommen.

Deutschland könnte allerdings wegen der steigenden Steuer- und Abgabenlast und dem Finanztransfer zu Gunsten der maroden „Südstaaten“ für politische Unruhe im bisher gleichgeschalteten Pro-EU-Konzert sorgen. Laut jüngsten Umfragen ist die Kritik an der EU in der BRD jedenfalls in die Höhe geschnellt. So ist die neu konstituierte Anti-EU-Partei „Alternative für Deutschland“ besonders in den neuen deutschen Bundesländern sehr populär. 29 Prozent der Linkspartei-Anhänger, 21 Prozent der SPD-, 19 Prozent der CDU- und 14 Prozent der Grünen-Wähler können sich vorstellen, die AfD bei den Bundestagswahlen im Herbst 2013 zu wählen.

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