Britischer Premier Cameron treibt Eurokraten an

Der britische Premierminister David Cameron möchte die Führung bei der Reform der Europäischen Union übernehmen. Am 23. Jänner 2013 hatte er seinen Reformkurs mit einer vielbeachteten Rede eingeleitet, nun begibt er sich auf einen Werbefeldzug nach Madrid, Paris und Berlin, um von London aus die Eurokraten vor sich her zu treiben. Der Konservative Cameron möchte die EU-Politik offenbar nicht mehr länger einer „großen Koalition“ aus Sozialdemokraten und Christdemokraten in Brüssel überlassen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung manifestierte er den britischen Standpunkt: „Wir wollen ein Europa, das aufwacht und diese moderne Welt aus Wettbewerb und Flexibilität erkennt.“

Cameron sieht EU reif für Reformen

David Cameron sieht die derzeitige EU mehr als reif für Reformen. Mit der Drohung, die Briten über einen Weiterverbleib in der EU spätestens 2016 abstimmen zu lassen, hat der britische Regierungschef viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und die Position der Briten zwischen Paris und Berlin gestärkt. Aktuell betont Cameron, dass es für ihn die „beste Lösung“ sei, wenn Großbritannien in einer reformierten EU weiterhin Mitglied bliebe. Dazu müssten aber weitreichende Änderungen in Struktur und Meinungsbildung in der Union umgesetzt werden.

Vor allem für eine Neuaufstellung der Euro-Währung betrachtet Cameron Vertragsänderungen als unausweichlich. Für Großbritannien sei eine erfolgreiche Euro-Zone vor der Haustür von zentralem Interesse. Cameron sieht sein Heimatland als positiv für Europa und die EU und hält eine Revision in diesem Hinblick vor allem für Wettbewerb und Entbürokratisierung für nützlich.

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