Frank Stronach überträgt Fastfood-Konzept auf die Politik

Fastfood-Konzerne wie McDonald´s und Burger King haben es erfolgreich vorgemacht. Man betreibt die Lokale nicht selbst, sondern operiert mit Subunternehmern, die unter Aufsicht und im Namen des Konzerns dessen Produkte vertreiben. Dabei wird penibel darauf geachtet, dass in allen Filialen exakt nach den Vorgaben des Mutterkonzerns vorgegangen wird. Was in der Gastronomie ein alter Hut ist, stellt in der Politik allerdings eine Neuerung dar.

Stronach-Franchise-Liste in Tirol

Als ob in Tirol die Farce um gleich drei Stronach-Listen, die zur Wahl antreten wollten, nicht schon peinlich genug gewesen wäre, setzt der schrullige Milliardär jetzt noch eins drauf. Er gründet die erste Polit-Franchise-Filiale Österreichs. Franchise-Nehmer ist der von Stronach zuvor als Landesgeschäftsführer abgesetzte Hans-Peter Mayr. Dieser hatte mit seiner eigenen „Liste Stronach“ bekanntlich das Rennen um die Kandidatur bei den Tiroler Landtagswahlen gemacht und damit den Austro-Kanadier ausgebremst. Donnerstag vormittag stellte Mayr das neue Franchise-Unternehmen vor. Heißen soll das Gebilde „Liste Stronach-Mayr“ und künftig von Stronach unterstützt werden. Mayr muss sich allerdings eidesstattlich dazu verpflichten, im Tiroler Landtag die vielzitierten „Werte“ des Frank Stronach zu vertreten. Zur Qualitätskontrolle wird ihm ein rund 40-köpfiges Aufsichtsgremium beigestellt, das darüber wachen soll, dass in der Tirol-Filiale auch wirklich nach Stronach-Rezepturen gekocht wird. Darüber, ob Mayr und seine künftigen Mitstreiter – wie in Fastfood-Ketten üblich – einheitliche Team Stronach-Kostüme tragen müssen, ist nichts bekannt.

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