„Alternative für Deutschland“ will in den Bundestag

Am 14. April fand im Hotel Intercontinental Berlin unter Beisein von 1500 Mitgliedern der erste Parteitag der erst jüngst ins Leben gerufenen „Alternative für Deutschland“ (AfD) statt. Damit ist die offizielle Parteigründung der Euro-Gegner vonstatten gegangen und auch die wichtigsten Köpfe für die Zukunft wurden gewählt. Was sich die neu gegründete Alternative außer dem Ausstieg aus der gemeinsamen Währung noch zum Ziel setzt, wurde erstmals in einem Grundsatzprogramm festgelegt. 

Hochkarätige Persönlichkeiten

Schon seit dem ersten Gedanken an eine neue Bewegung gab es öffentlich bekannte Befürworter und Gründungsmitglieder, welche nun auch die erste Reihe füllen. Neben dem Ökonomen Bernd Lucke wurden die Chemikerin Frauke Petry und der der ehemalige FAZ-Redakteur Konrad Adam zu Sprechern der Partei gewählt. Erstaunlich ist überdies, wie viele Akademiker und hoch gebildete Mitglieder die mittlerweile schon über 7000 Köpfe starke Partei für sich gewinnen konnte. Mit der grunsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber dem Euro konnte die AfD Personen aus allen bestehenden Lagern für sich einnehmen, vor allem aus der CDU/CSU und der FDP.

Bildung, Familie, Zuwanderung

Seit Sonntag steht auch ein 13 Punkte umfassendes Programm fest, welches mit einer grunsätzlichen Stellungnahme zur Währungspolitik eingeleitet wird. Doch nicht nur das schreibt man sich in der ebenfalls neuen Parteizentrale in Berlin auf die Fahnen, auch ein Grundsatzprogramm zu Bereichen aus Bildung, Familie und Zuwanderung wurde erstmals veröffentlicht. Man stellt fest, dass es zu wenige Kinder gibt und dadurch das künftige Sozialsystem in Gefahr ist. Die Stärkung der Familie als „Keimzelle der Gesellschaft“ ist der AfD daher ein Anliegen. Zuwanderer sind der neuen Partei nur jene willkommen, die integrationswillig sind. Tatsächlich politisch Verfolgten will man allerdings ein besseres Asylrecht als bisher einräumen, denn dieses Recht wurde nach Aussagen Luckes „so weit verschärft, dass man sich fast dafür schämen muss.“

Eine Alternative für die Zukunft?

Klares Ziel ist der Einzug in den Bundestag. Die dafür nötigen 5 Prozent sollten möglich sein – glühende Befürworter sprechen schon von 10 Prozent und mehr. Der Hamburger Wirtschaftsprofessor Lucke schloss den Parteitag mit euphorischen Worten: „Lassen Sie uns ein Signal setzen, dass wir, die Alternative für Deutschland, für Deutschland eine Alternative sind.“

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