Auf der Suche nach einer patriotischen Alternative für Deutschland

Während sich vier hochkarätige Referenten am vergangenen Freitag im Wiener Hotel Bristol auf ihre Ausführungen rund um das Thema „Eine patriotische Alternative für Deutschland“ vorbereiteten, diskutierten die Besucher bereits vorab ausgiebig über das immer interessanter werdende Thema. Hierzulande orientiert sich die FPÖ schon lange nicht mehr am herrschen politischen Dunst – nun scheint durch unsere Nachbarrepublik Deutschland ebenfalls ein frischer Wind zu wehen. Erst am Wochenende wurde die „Alternative für Deutschland“ (AfD) als offzielle Partei gegründet. Die Lage in Deutschland ein Jahr vor den EU-Wahlen 2014 wurde auf Einladung des freiheitlichen EU-Abgeordneten Andreas Mölzer beleuchtet.

Neuer Ansatz ist vorhanden

In Deutschland fehlt bislang eine wirklich Alternative zum herrschenden Parteienestablishment, dadurch mangelt es an Balance auf allen Ebenen. Weil die etablierten Parteien immer unberechenbarer werden, wie erst unlängst die Zuwanderer-Anwerbung der FDP zeigte, ist die Zeit für ein Weiterdenken reif. Der ehemalige ARD-Korrespondent Professor Detlef Kleinert wies auf eine Umfrage zum Thema der freien Meinungsäußerung hin. Diese zeige, dass rund 65 Prozent ihre persönliche Einschätzung zurückhalten oder zumindest sehr vorsichtig damit umgehen, wenn es um brisante Themen geht – vor allem aus Angst, in ein falsches oder rechtes Licht gerückt zu werden. Kleinert betont hier eine konstruierte Wirklichkeit, welche es erforderlich mache, das patriotische Denken zu stärken.

Der Begriff der Vaterlandsliebe darf nur mehr von Kabarettisten verwendet werden, man hat aufgehört sein Land zu lieben und will nicht glauben, dass man aber auch von seiner Heimat begeistert sein kann. Die 68er-Bewegung hat die Familie in Misskredit gebracht – heute gilt Multikulti als Ausweis für fortschrittliches Denken.

Als eine seriöse Möglichkeit des Widerstandes sieht Kleinert die erst kürzlich gegründete „Alternative für Deutschland“ mit dem Volkswirtschafter Bernd Lucke an deren Spitze.

Vorstellungen gehen in die selbe Richtung

Aber auch die weiteren von Mölzer geladenen Vortragenden – Dieter Stein (Chefredakteur der Jungen Freiheit), Michael Vogt (Filmemacher, TV-Journalist und Historiker), sowie die FPÖ-Spitzenpolitiker HC Strache und Harald Vilimsky waren sich in jenem Kernpunkt einig, dass Deutschland, aber auch Österreich einen neuen Weg in der Währungspolitik finden müssten. Strache kann sich vorstellen, dass ein freiheitliches Modell auch für Deutschland möglich wäre, da genügend Potential vorhanden sei, wiewohl eine Bewegung erst wachsen müsse.

Es wurden Möglichkeiten einer neuen Gemeinschaftswährung erwähnt, aber auch der radikale Ausstieg debattiert. Letztendlich zeigte man Konsens, dass das Aufbegehren gegen die derzeitge Euro-Situation der erste gemeinsame patriotische Schritt sein müsse, um über eine zukünftige Alternative weiter zu beraten.

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