Marodes Frankreich erhält von EZB Lizenz zum Gelddrucken

In der Europäischen Union und der Eurozone herrscht offensichtlich die „Zwei-Firmen-Theorie“. Während die zypriotische Nationalbank in Nikosia vollständig entmachtet worden ist, erhielt die französische Staatsbank in Paris eine „Lizenz zum Gelddrucken“. Ausgestellt hat diese kein Geringerer als Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese Aktion, die hinter den Kulissen abgelaufen ist, soll laut Deutschen Wirtschaftsnachrichten verhindern, dass einige Pariser Banken in den sicheren Bankrott gehen. Beobachter werten dies als massive Hilfe Draghis für den politisch angeschlagenen französischen Staatspräsidenten Francois Hollande.

Kreditlinie für Frankreichs Banken wird unbegrenzt erhöht

Die Aktion schafft für Frankreich und sein insolvenzgefährdetes Bankensystem eine unbegrenzte Kreditlinie. Bereits Ende 2011 gab es eine gemeinsame Rettungaktion der mächtigsten Zentralbanken der Welt, darunter der US-Federal Reserve (FED), der Bank of England (BOE) und der EZB. Die EZB startete damals das System „Longer Term Refinancing Operations“ (LTRO) und gewährte den Banken in den Euroländern etwa 500 Milliarden Euro. Einige Monate später wurden nochmals eine ähnlich hohe Summe zur Verfügung gestellt. Für Frankreich muss nun offensichtlich über die bereits gewährten Hilfen hinaus neues Geld ausgeschüttet werden, um die Banken zu halten.

STEP-Markt soll neue Milliarden für die Banken bringen

Neben dem LTRO-System soll nun das System „Short Term European Papers“ (STEP) neues Geld in die Kassen der Banken, vor allem der französischen, pumpen. Der STEP-Markt ist ein nicht regulierter Handelsmarkt, auf dem kurzzeitig Unternehmens- und Bankenanleihen platziert werden können. Dieses System verwenden nun die maroden französischen Bankinstitute als neues, kurzfristig angelegtes Kreditschöpfungsprogramm und damit eigentlich als „Gelddruckmaschine“. Derzeit werden über dieses System rund 440 Milliarden Euro gehandelt.

Den Franzosen kommt dies aktuell sehr entgegen. So können französische Banken STEP-Anleihen als Sicherheit bei der Banque de France einreichen. Die französische Nationalbank hinterlegt diese Papiere über eine „Euroclear-Bank“ bei der EZB als „Sicherheiten“. Gibt es Ausfälle der Kreditnehmer aus den STEP-Papieren, dann können diese ebenfalls bei der Zentralbank eingereicht werden. Damit wird ein künstlicher Kreditkreislauf geschaffen. Die Haftung übernehmen schlussendlich alle Miteigentümer der EZB, also auch die österreichischen Steuerzahler.

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