Stronach-Chaos: Ulmer verweigert dem Chef die Gefolgschaft

Das Chaos in der Tiroler Landesgruppe der Neo-Partei Team Stronach nimmt weiter zu. Nachdem der Parteigründer selbst letzte Woche ein Machtwort gesprochen hatte und der Liste um den bereits demontierten Hans-Peter Mayr die Unterstützung gegeben hat, gehen die Wogen hoch. Noch-Landesobfrau Sonja Ulmer, die von Stronach geopfert worden war, ist zum Gegenangriff übergegangen. Sie sammelt Unterschriften gegen das Vorgehen und möchte die Landtagswahlen anfechten. Und sie behauptet, hunderte Parteimitglieder hätten dem Team Stronach den Rücken gekehrt.

Ulmer verweigert Unterstützung für Wahl

Ulmer und ihre Anhänger verweigern jede Unterstützung für die Wahlbewegung. In einer Petition wenden sie sich gegen die „Liste Mayr“ und den durch Parteigründer Stronach durchgedrückten „Kompromiss“. Ulmer-Gefolgsleute, die gleichzeitig als Kandidaten auf der „Liste Mayr“ – etwa auf Bezirksebene – stehen, wollen mit Stronachs Team nichts mehr zu tun haben. Walter Jenenwein, bis vor wenigen Tagen Chef der dritten Stronach-Gruppe neben Mayr und Ulmer, möchte demgegenüber weiterhin für die neue Partei eintreten.

Rund 820 Parteiaustritte soll es in den letzten Tagen und Wochen auf Grund des Streits der rivalisierenden Gruppen gegeben haben, behauptet Ulmer. Es darf jedoch bezweifelt werden, ob das Team Stronach in Tirol jemals so viele Mitglieder hatte.

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