Neues Papiergold ruiniert den internationalen Edelmetallmarkt

Nun hat die Finanzkrise auch den Edelmetallmarkt erfasst. In den letzten Wochen hatte sich der Gold- und Silberpreis dramatisch nach unten entwickelt. Allein seit vergangenem Freitag gab Gold rund 180 US-Dollar je Feinunze oder um 12 Prozent nach. Bei Silber fiel der Abwärtstrend mit 17 Prozent noch deutlicher aus. Für die Marktteilnehmer ist die Entwicklung des Goldpreises ein Rätsel, denn auf den Märkten ist die Nachfrage nach physischem Gold weiterhin hoch. Edelmetallexperten gehen davon aus, dass das Verhältnis zwischen Käufern und Verkäufern bei 30 zu eins liegt. Dies müsste in einem funktionierenden Markt zu höheren Preisen führen. Goldmünzen, wie der Krügerrand, gelten sogar als langfristig ausverkauft.

Zentralbanken beeinflussen Edelmetallmarkt massiv

Wie es scheint beeinflussen Zentralbanken über internationale Kauforder den Edelmetallmarkt massiv. Banken und großen Finanzinstitute haben zunehmend Angst, dass sich Anleger noch deutlicher als bisher aus dem Papiergeld ins Edelmetall flüchten. Damit würden die Preise noch weiter steigen, der sonstige Finanzmarkt jedoch massiv an Investitionsvolumen verlieren. Die Notenbanken haben nun in einer konzertierten Aktion den Goldpreis nach unten gedrückt. Man will verhindern, dass Gold als Gradmesser für das sinkende Vertrauen in die Politik dient – und steigt.

Künstliches Papiergold heizt Derivatehandel an

Aktuell existieren jedoch immer mehr Goldanlagen nur auf dem Papier – als Zertifikate und damit als „Papiergold“. Dabei handelt es sich um Kauf- und Verkaufsoptionen auf Goldbestände in noch gar nicht abgebauten Goldlagerstätten. Dieses Papiergold ist hervorragend dafür geeignet, zu Derivaten verarbeitet zu werden. Mit diesen Derivaten wird wiederum ein künstlicher Markt geschaffen, dem keine realen Werte gegenüberstehen, nicht einmal auf dem Edelmetallmarkt.

Tatsache ist, dass große Finanzinstitute mittlerweile Milliarden-Risiken in Gold-Derivaten angehäuft haben. Wie beim realen Geldkreislauf können die Banken diese Anlagen niemals auf Knopfdruck in physisches Gold umtauschen, – damit liegt das Risiko wieder bei den Anlegern. Es wäre in erschreckender Art und Weise „Gleichberechtigung“ zwischen Papiergeld und Papiergold hergestellt – die Anleger wären wieder von jenem System eingeholt, dem sie über dern Goldmarkt entfliehen wollten.

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