Mutmaßliche Boston-Attentäter stammen aus Tschetschenien

Seit dem Bombenattentat auf den Boston Marathon am 15. April, bei dem drei Menschen getötet und rund zweihundert teils schwer verletzt wurden, setzen die US-amerikanischen Bundesbehörden alles daran, die Täter auszuforschen. Der Bundespolizeibehörde FBI gelang es, aus dem Bildmaterial von Überwachungskameras und Funden aus Bombenresten zwei der Tat Verdächtige herauszufiltern und veröffentlichte am 18. April deren Fotos.

Feuergefecht auf Gelände der MIT-Universität

In der Nacht zum 19. April überschlagen sich unweit von Boston die Ereignisse. Fernsehsender berichten von einem Schusswechsel und Detonationen auf dem Gelände des renommierten Universität MIT (Massachusetts Institute of Technology). Ein Polizist wurde bei dem Feuergefecht getötet. Zunächst konnte kein direkter Zusammenhang mit den Bombenattentätern hergestellt werden. Zuvor sollen die Verdächtigen im unweit gelegenen Ort Cambridge versucht haben, ein Geschäft zu berauben. Unmittelbar nach dem Polizistenmord verlagerte sich das Geschehen in den Bostoner Vorort Watertown. Dort war es der Polizei gelungen, die mit einem gekaperten Auto geflüchteten Täter zu stellen. Wieder wurde von einem Schusswechsel und Detonationen berichtet. Wie sich später herausstellte, wurde dabei einer der Verdächtigen von mehreren Schüssen getroffen und verstarb nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus.

Polizei identifiziert Verdächtige

Laut ersten Polizeiangaben soll es sich bei den Verdächtigen um ein Brüderpaar aus Tschetschenien handeln. Beide sollen seit mindestens einem Jahr legal in den USA gelebt haben. Der noch flüchtige Täter, am Fahndungsfoto mit weißer Baseball-Kappe, studierte in den USA Philosophie. Polizeisprecher Ed Davis wird zitiert mit: „Wir glauben, er ist ein Terrorist. Wir glauben, dieser Mann ist gekommen, um Menschen zu töten.“

Polizei riegelt Großraum um Boston ab

Tausende Polizisten riegeln die Vororte um Boston großräumig ab und evakuieren Watertown mit Autobussen. Schwer bewaffnete Beamte begannen, auf der Suche nach dem zweiten Verdächtigen jedes Haus der Stadt einzeln zu durchsuchen. Alle Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind unterbrochen. Die Polizei stuft den Flüchtigen als höchst gefährlich ein und vermutet, dass er Sprengstoff bei sich trägt. US-Fernsehsender berichten weiterhin aktuell von den Geschehnissen.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link