Österreich ist wichtiger Stützpunkt tschetschenischer Terroristen

Ein aus Tschetschenien stammendes Brüderpaar soll für den Bombenanschlag auf den Boston Marathon verantwortlich sein. Der ältere Bruder ist tot, der jüngere wurde schwer verletzt festgenommen. Nach jüngsten Meldungen hatte das FBI Hinweise aus die islamistische Radikalisierung zumindest des älteren Tamerlan Zarnajew und soll ihn dazu auch verhört haben. Der Tipp kam demnach von einer ausländischen Regierung.

Noch ist unklar, inwieweit die beiden mutmaßlichen Terroristen in die Strukturen des tschetschenischen Islamismus eingebunden waren, der gegen den russischen Staat für ein „Emirat Kaukasus“ kämpft, das nicht nur Tschetschenien, sondern auch andere autonome Teilrepubliken wie Dagestan, Inguschetien oder Tscherkessien umfassen soll. Klar ist jedoch: Österreich ist ein wichtiger Stützpunkt dieser Extremisten, die hier nicht selten durch Asyl Schutz vor Strafverfolgung durch die russischen Behörden genießen. Bereits im Juli des Vorjahres veröffentlichte Unzensuriert.at den folgenden Artikel, den wir unseren Lesern aus aktuellem Anlass in Erinnerung rufen:

Militante Tschetschenen: „Emirat Kaukasus“ in Österreich

Tschetschenien ist einer der Brennpunkte des islamischen Terrorismus, so viel ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass Österreich als Stützpunkt und Rückzugsgebiet für islamistische Tschetschenen dient. In Österreich verhältnismäßig verbreitet ist die salafistisch-terroristische Gruppierung „Emirat Kaukasus“. Für viele der Extremisten ist es offenbar ein Leichtes, sich unter dem Deckmantel des Asyls in Österreich auf zukünftige Terroraktivitäten vorzubereiten.

Salafistische Asylanten?

In Österreich hat sich eine islamistische Szene entwickelt und etabliert. Hassprediger wie der deutsche Konvertit Pierre Vogel reisen in regelmäßigen Abständen nach Österreich, um in islamischen Vereinigungen und Moscheen Vorträge zu halten. Als Asylland ist die Republik sehr beliebt – vor allem unter Tschetschenen. Im europäischen Vergleich beherbergt Österreich eine der größten Gemeinden des kaukasischen Volkes. Unter den Asylsuchenden befinden sich nicht nur verfolgte Menschen, sondern auch Personen mit terroristischem Hintergrund. Das „Emirat Kaukasus“, eine salafistisch ausgerichtete Terrororganisation, nutzt die Unbeschwertheit und Sorglosigkeit der Politik zu ihrem Vorteil. Europa dient als „Logistik- und Rekrutierungsraum“, wie aus dem gestern präsentierten Verfassungsschutzbericht hervorgeht.

Terror angekündigt

Beim „Emirat Kaukasus“ handelt es sich um eine salafistisch ausgerichtete Organisation. Ihr Oberhaupt ist der Islamist und Nationalist Doku Umarov. Ziel der Terrorgruppe ist es, im Nordkaukasus einen islamischen Gottesstaat auf der Grundlage des muslimischen Gesetzeswerkes – der Scharia – zu errichten. „Blut wird nicht mehr nur in unseren Städten fließen. Der Krieg wird in ihre Städte kommen“, kündigte Umarov in einer Botschaft drohend an. Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Vereinigung im vergangenen Jahr offiziell als terroristisch eingestuft. Damit sei die Vorgangsweise Russlands im Kampf gegen die radikale Bewegung indirekt bestätigt worden, gab das russische Außenministerium in einer Stellungnahme bekannt:

Gemäß diesem Beschluss des UN-Sicherheitsrates haben UN-Mitgliedsländer unverzüglich Sanktionen gegen das Kaukasus-Emirat zu verhängen, darunter Konten der Organisation zu sperren und jegliche Hilfe für sie zu unterbinden.

Österreich ist trotz dieser Verpflichtung weitgehend untätig geblieben. Obwohl die Emiratsbrüder neben Russland und den USA auch Europa zum Feindbild erklärt haben. Das Gefahrenpotential der Islamisten lässt sich unter anderem aus der Anzahl der Opfer ihrer Aktivitäten erschließen: Allein im Jahr 2010 wurden 1.710 Bewohner des Kaukasus Opfer von Anschlägen.

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