Rapid: Mitglieder wollen Hauptversammlung erzwingen

Der SK Rapid Wien kämpft in der Endphase der Fußball-Bundesliga-Saison nicht nur um einen Europa-League-Platz, sondern vor allem gegen die eigenen Mitglieder. Diese haben vom Vorstand die Nase voll und sammeln Unterschriften für eine Hauptversammlung. 600 müssten einen solchen Antrag unterschreiben, schon am ersten Tag sind 325 zusammengekommen.

Christian Hein, selbst seit 30 Jahren Mitglied beim SK Rapid und freiheitlicher Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Wien-Ottakring, wirft dem Klubmanager Werner Kuhn Misswirtschaft vor, der Vereinsführung seit 15 Jahren Stillstand in der sportlichen Entwicklung und undemokratische Statuten. So sei das Schiedsgericht einfach gestrichen worden und Mitglieder hätten kein Vorschlagsrecht für Vorstands-Kandidaten. In seiner Präsidentschaft habe Rudolf Edlinger nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Stadion in den Ruin geführt. Kein gutes Zeugnis für einen Mann, der einmal Österreichs Finanzminister war.

Verwaltung kostet mehr als die Spieler

Hein weiß, dass die Verwaltung bei den Hütteldorfern mehr kostet als die Fußballer. Zudem sei das Stadion baufällig. Und von den Einnahmen durch Spielerverkäufe (28 Millionen Euro in den vergangenen vier Jahren) seien dem Verein nur 11 Millionen geblieben.

Das alles gehört hinterfragt. Am besten bei einer Generalversammlung, die bei Rapid Hauptversammlung heißt. Das wird von den Mitgliedern nun gefordert. Sie wollen endlich Auskunft über die finanzielle Lage des Vereins, eine Statutenänderung, die mehr Demokratie bringt, und einen Bericht über die Sanierung oder den Neubau des Hanappi-Stadions.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link