Salafisten überfielen muslimischen Gebetsverein in Lübeck

Eine neue Qualität erhielt nun das Vorgehen radikaler Moslems in der schleswig-holsteinischen Stadt Lübeck. Bisher fielen salafistische Aktivisten in Deutschland  vor allem dadurch auf, dass sie Gewalt gegen Islamikritiker ausübten – zuletzt etwa in Nordrhein-Westfalen mit konkreten Mordanschlagsvorbereitungen gegen Funktionäre von Pro NRW. Jetzt geht man auch gegen eigene Glaubensbrüder vor.

Am Samstagabend drangen in der Lübecker Ledererstraße zehn radikalisierte Islamisten, die der örtlichen Salafistenszene zugehörig sein sollen, in Räume des dortigen muslimischen Gebetsvereins Al Amanah ein. Laut einem Bericht der Kieler Nachrichten bedrohten die Eindringlinge die dort versammelten Glaubensbrüder. Diese hatten sich in der Vergangenheit öffentlich von Salafisten-Aktionen wie Koranverteilungen in deutschen Städten distanziert.

Täter werden im Umfeld der Assalam-Moschee vermutet

Noch in der Nacht auf den Samstag rückten nach einem eingegangenen Hinweis deutsche Polizeikräfte in die Dornerstraße in Lübeck aus, da die radikalisierten Islamisten im Umfeld der dortigen Assalam-Moschee vermutet werden. An dieser Adresse ist auch der „Verein für Arabisch-Deutsche Kultur- und Völkerverständigung“ ansässig. Die Verantwortlichen sollen mittlerweile gestellt worden sein. Die Kieler Staatsanwaltschaft hat wegen Hausfriedensbruchs und gefährlicher Drohung ein Strafverfahren eingeleitet.

Lübeck ist eine Hochburg des Islamismus im Norden Deutschland. Insgesamt befinden sich dort fünf Moscheen, wobei es zu wachsenden Spannungen zwischen gemäßigten und radikalisierten Muslimen kommt.

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