Christliche Kreuze in Wiener Volksschule abgehängt

8. Mai 2013 - 13:47

In einer Wiener Volksschule wurden nach einer anti-christlichen Kampagne einer Mutter die Kreuze in allen Klassenzimmern abgehängt. Die Frau hatte die Kreuze als „religiöse Bevormundung“ qualifiziert und so lange auf die Schulleitung eingewirkt, bis diese die christlichen Symbole abnehmen ließ. Unterstützt wurde sie dabei von der linken Initiative „Religion ist Privatsache“, die sich vor allem gegen die christliche Religionsausübung wendet.

Die Wiener Schulverwaltung ist gegenüber der Mutter eingeknickt, ohne dass es dafür eine qualifizierte rechtliche Grundlage gibt. Im Wiener Schulgesetz steht nämlich, dass an Pflichtschulen, in denen die Mehrheit der Schüler christlichen Glaubens ist, in allen Klassen Kreuze aufzuhängen sind. Bei einem Fehlen dieser Mehrheit wird allerdings keine rechtliche Vorgabe gemacht, sodass die Kreuze nach dem Gesetz auch hängen bleiben könnten.

FPÖ-Bildungssprecher reagiert empört

Empört zeigt sich FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz über diese Vorgangsweise. Die Tatsache, dass der Schulgemeinschaftsausschuss der betroffenen Schule nicht kontaktiert worden ist, verwundert ihn. Für die FPÖ ist die Rechtslage nämlich keineswegs klar. Rosenkranz:

Es ist schon erstaunlich, wie hier Einzelpersonen mit ihrer Minderheitenmeinung die Mehrheit gängeln können. Normalerweise müssen solche Fragen vom Schulgemeinschaftsausschuss beschlossen werden. Dass hingegen eine Einzelperson ihre Meinung einer schweigenden Mehrheit aufoktroyiert, hat nichts mit Zivilcourage zu tun, sondern mit mangelnden  demokratischer Reife. Es geht nicht an, dass nur der seinen Willen durchsetzt, der am lautesten schreit.

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