Rot-schwarzes Liebeswerben um Grün-Kommunistin Rössler

Erst gestern ließ die Spitzenkandidatin der Salzburger Grünen mit einem Vorschlag aufhorchen, der auf die überwiegende Mehrheit der Österreicher abschreckend wirkte. Astrid Rössler forderte einen „Gagen-Strip“ für alle, mehr noch: Einkommen und Vermögen jedes Bürgers. Nach Kritik schwächte sie ab. Das sei keine Forderung gewesen, sondern nur eine „Vision“.

Doch anstatt sich mit Grausen abzuwenden, liefern sich Rot und Schwarz heute einen Wettlauf, mit genau dieser Grünen ins Koalitionsbett zu schlüpfen. Wilfried Haslauer, Obmann der Salzburger ÖVP, sagte im Ö1-Mittagsjournal, es gebe eine „Präferenz“ Richtung-Schwarz-Grün-Stronach. Noch offensiver ging es die SPÖ an: Sie bot bietet den Grünen eine Koalition an, bei der Grünen-Chefin Rössler Landeshauptfrau werden soll. Auch hier ist Stronachs Truppe als Mehrheitsbeschaffer fix eingeplant, zumal die Grünen weder mit der ÖVP noch mit der SPÖ über 50 Prozent der Mandatare stellen.

Rot, Schwarz und Grün verschmelzen zu linker Einheitspartei

Erstaunt zeigt sich FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl über den Annäherungsversuch Haslauers, der lange Zeit als einer der letzten Konservativen in der ÖVP galt. „Eigentlich sollte sich die Salzburger Chefgrüne Rössler mit ihrem Vorstoß für die Offenlegung aller Einkommen in Österreich für jede politische Zusammenarbeit mit Nicht-Kommunisten disqualifiziert haben“, merkt Kickl an und stellt fest, dass Rot, Schwarz und Grün zu einer linken Einheitspartei verschmelzen: „Stronach gehört da sowieso dazu. Er ist ja das Kind dieses Systems, zu dem die FPÖ die einzige Alternative bietet.“

Die Beliebigkeit der Zusammenarbeitsvarianten innerhalb des Systemlagers zeigen auch die aktuellen Entwicklungen in Tirol. Auch im „Heiligen Land“ wird Schwarz-Grün immer konkreter. Die Grünen haben für Montag eine Landesversammlung einberufen – wohl um den Pakt abzusegnen.

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